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14.06.2019 - 15:17 Uhr

Dreifachsporthalle in Witikon könnte 2026 bezugsbereit sein


Wie Garderoben, Fussballplätze und Dreifachhalle neu angeordnet werden, wird in einem Architekturwettbewerb entschieden. Foto: dh.

Die Sportanlage Looren wird erneuert. Für 50 Millionen soll auch die Dreifachhalle gebaut werden, gegen den Willen des Stadtrats. Dass der Stadtrat auf verlorenem Posten stand, war schon vor Beginn der Debatte klar. Bis auf die AL hatten 2016 alle Parteien eine Motion unterstützt, die verlangte, die Sanierung der Sportanlage Looren mit dem Bau einer Dreifachsporthalle zu kombinieren. Seither sind lediglich in der GLP Zweifel gewachsen, ob die Halle nicht besser näher am Zentrum gebaut werden sollte. Spielverderber wolle seine Partei aber nicht sein, sagte Markus Merki vor einer Woche im Gemeinderat. «Wir sagen ‹ja, aber›.»
Der Ersatz des Garderobengebäudes und die Neuordnung der Fussballplätze sollen 32 Millionen Franken kosten, weitere 18 Millionen Franken die per Motion geforderte Dreifachhalle. Für eine solche Halle sah der Stadtrat keinen absehbaren Bedarf. Der Bezug der erneuerten Anlage ist für 2026 vorgesehen.
Die AL sei nicht gegen Vereinssport, erläuterte Patrik Maillard die ablehnende Haltung seiner Partei. «Allerdings befürchten wir, dass mit der Realisierung der Dreifachhalle in Witikon ein Paradigmenwechsel eingeleitet wird.» Bisher seien Hallen dort geplant und gebaut worden, wo die Zahl der Schülerinnen und Schüler am stärksten zunehme und nicht dort, wo Bedarf von Vereinen bestehe. Dieses Vorgehen mache Sinn, weil steigende Schülerzahlen ein guter Indikator dafür seien, dass in einem Quartier die Bevölkerungszahl zunehme, sagte Maillard. Besonders dringend seien weitere Schul- und Sportanlage nicht in Witikon, sondern an anderen Orten in der Stadt.

«Nicht gegeneinander ausspielen»
«Wir wollen die einzelnen Stadtkreise und Quartiere nicht gegeneinander ausspielen», sagte Balz Bürgisser (Grüne). Der Antrag für eine Dreifachhalle sei daher ergänzt worden mit der Formulierung, die benötigten Mittel so einzustellen, dass keine laufenden oder anstehenden Planungen anderer Hallen tangiert würden.
«Hier wird Klientelpolitik betrieben», antwortete Walter Angst (AL). Das zeige sich an der Rednerliste. Die Ergänzung ändere nichts daran, dass knappe Ressourcen umgelagert würden. «Das macht mich relativ sauer», sagte Angst. Die Halle in Witikon wäre so oder so gebaut worden, bloss später. Diese sei nicht prioritär, das habe der Stadtrat in seiner Motionsantwort deutlich erklärt.
Mehr Sinn als eine Dreifachhalle im Looren mache dort der Bau einer Doppelturnhalle sowie langfristig eine Dreifachhalle beim Schulhaus Langmatt, sagte Stadtrat Filippo Leutenegger (FDP). Er und Stadtrat André Odermatt (SP) verwiesen auf die Gefahren, nach blossem Gutdünken in die Planung der Stadt einzugreifen. Vergebens: Der Gemeinderat stimmte der um eine Dreifachsporthalle ergänzten Sanierung der Sportanlage Witikon mit 107:10 Stimmen zu. David Herter

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