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12.07.2019 - 06:45 Uhr

Eine kleine Sukkulenten-Sammlung gebaut


Puzzle spielen mit Sukkulenten: Mauri, Gärtner Tobias Jörg, Ruby und Jakob (v. l.) suchen für die Pflanzen den passenden Platz. Foto: Jeannette Gerber

Ein Experte und vier Helfer füllten im Quartiertreff Enge ein Hochbeet. Darin können Sukkulenten den Winter überstehen.

Immer neue Ideen lassen sich die Verantwortlichen des Quartiertreffs Enge einfallen. Vergangene Woche wurde die Sukkulenten-Sammlung eingeladen, ihre Pflanzen vorzustellen. Dazu wurde ein Hochbeet im idyllischen Garten des Quartiertreffs installiert und unter fachkundiger Leitung bepflanzt. Zur Teilnahme eingeladen waren Kinder aus dem Quartier, die jedoch nicht sehr zahlreich erschienen. Möglicherweise hatten wegen der grossen Hitze viele entschieden, den freien Mittwochnachmittag in der Badi zu verbringen. Begleitet wurde die Aktion von Andy Pearson, Leiterin des Treffs.

Die vier anwesenden Jungen – Jakob (9), Florian (6), Mauri (8) und Ruby (8) – liessen sich mit Interesse auf den Workshop ein. Geleitet wurde dieser von Tobias Jörg, der als Reviergärtner in der Sukkulenten-Sammlung für den Steingarten, für winterharte Pflanzen und die Gewächshäuser zuständig ist. Jörg vermittelte den Kids seine Kenntnisse mit sichtlichem Vergnügen. Er zeigte ihnen, was Sukkulenten sind und wie man sie pflanzt. Sukkulenten (von lateinisch «Sucus» für Saft) sind saftreiche Pflanzen, von denen viele trockene und wärmere Klima- und Bodenverhältnisse gewohnt sind. In ein Hochbeet gepflanzt, schaffen sie es auch bei unseren Temperaturen, im Winter zu überleben.

Zuerst wurde der Boden des Hochbeets mit einem Fliess ausgelegt, dann eine Drainage aus Blähton-Kügelchen reingeschaufelt. Diese wurde wiederum mit einem durchlässigen Fliess abgedeckt und der Trog schliesslich mit Trog- und Dachgartenerde aufgefüllt. Kaum zu glauben, wie die Jungs dies in kurzer Zeit schafften, immerhin handelt es sich um ein Gefäss von 380 Liter Inhalt. Es schien ihnen keine Mühe zu bereiten, eifrig wieder und wieder die Schaufeln zu füllen und zu entleeren. Man hätte meinen können, sie täten das nicht zum ersten Mal – ganz routiniert und ohne gross zu schwitzen.

Endlich pflanzen

Nun kam der kreative Teil: Die erst zwei Wochen alten zarten Setzlinge wurden aus den Töpfchen genommen und provisorisch auf die Erde platziert. Jörg stellte einige Begleitpflanzen für Steingärten wie Edelweiss und verschiedene Gräser dazu, um das Erscheinungsbild aufzulockern. Schliesslich durfte gepflanzt werden, nicht zu tief, sondern ebenerdig. Der schönste Teil – das wissen alle, die gärtnern – ist das Eingiessen. Was für eine Erholung für Pflanze und Mensch nach getaner Arbeit.
Es war eine Freude, diesen kleinen Kerlen zuzusehen, mit welchem Eifer und in welchem Tempo sie die ihnen aufgetragenen Arbeiten erledigten. Eine wunderbare Idee, um den grünen Daumen früh zu entdecken und zu fördern. Jedem Kind ist wohl in die Wiege gelegt, sich die Hände schmutzig zu machen und genüsslich in der Erde zu wühlen. Und jeder Schritt, um die Welt grüner zu machen, ist erstrebenswert.

Andy Pearson und Tobias Jörg wünschen sich, dass es im Quartiertreff auch weiterhin gemeinsame Angebote zwischen Treff und Sukkulenten-Sammlung geben wird. Dies ist jedoch nur eine der vielen Aktivitäten des Quartiertreffs Enge. (jg.)

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