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11.09.2019 - 15:05 Uhr

Albisrieder Mostpresse rechtzeitig gerettet


Die «Moschtete» wird Anfang Oktober zum 44. Mal ausgetragen. Dieses Jahr musste eine Spezialfirma anpacken, damit sie stattfinden kann.

Die traditionelle «Moschtete» findet am Wochenende vom 5. und 6. Oktober statt. Doch die Mostpresse anno 1911 musste zuerst noch auf Vordermann gebracht werden, damit auch dieses Mal an die tausend Liter Apfelmost gepresst werden können. Die Zahnräder des Stirnzahnrades hatten sich durch den vielen Gebrauch abgenutzt, einzelne Zähne brachen sogar komplett aus.

Damit die Mostpresse pünktlich für die Apfelsaison bereit ist, musste ein neues Stirnzahnrad angefertigt werden. Mit diesem Job wurde die Alltec AG beauftragt, welche extra aus Obwalden ins Ortsmuseum nach Albisrieden angereist war. Weil das Gewinde des Stirnzahnrades noch intakt ist, wurde nur der äussere Teil des Zahnrades, der Zahnkranz, ersetzt und an den Mittelteil angeschweisst. Das neue Material des Kranzes ist der Werkstoff Benodur und sollte belastungsfähiger als der alte Grauguss sein. Zusätzlich musste das Lager der horizontalen Welle ausgewechselt werden. Gemäss Peter Stirnemann, dem Zuständigen für die Mostpresse, lief die Welle nicht mehr exakt, wodurch die Kraftübertragung zwischen den Zahnrädern nicht gleichmässig war. Dies förderte die Abnutzung der Zahnräder, weshalb das Lager zwingend ersetzt werden musste. Für die Reparatur mussten die beweglichen Teile der Mostpresse in ihre Einzelteile zerlegt werden. Mit einem Flaschenzug montierten die beiden Handwerker aus der Innerschweiz das ungefähr fünfzig Kilogramm schwere Stirnzahnrad. «Die Kosten belaufen sich auf etwa 20 000 Franken», so Hans Amstad, Präsident des Ortsmuseums Albisrieden.

Das Geld muss das Museum aus der eigenen Tasche bezahlen, wobei es seine Einnahmen durch die «Moschtete», den Schnapsverkauf, Führungen und durch die jährlich stattfindende Kunstausstellung generiert. Nun muss nur noch das Obst reif werden, damit die «Moschtete» reibungslos stattfinden kann. Die Äpfel und Birnen werden jeweils am Dienstag und Mittwoch vor der «Moschtete» gepflückt, wobei noch freiwillige Helfer für die Arbeit gesucht werden. Diese können sich bei Peter Stirnemann (079 545 78 46.) melden.

Der frisch gepresste Albisriedermost wird zusammen mit Brot und Käse verkauft. Für musikalische Stimmung ist ebenfalls gesorgt, die Airport Örgeler begleiten den Event mit urchiger Volksmusik. (Yannick Schenkel, Text und Foto)

Moschtete im Ortsmuseum Albisrieden, Samstag, 5., und Sonntag, 6. Oktober,
www.ortsmuseum-albisriden.ch.

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