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14.01.2020 - 14:31 Uhr

Erste Spuren konjunktureller Schwäche auf dem Arbeitsmarkt


Foto: A. J. Minor

Im Dezember stieg die Arbeitslosenquote im Kanton Zürich um 0,2 Prozentpunkte auf 2,3 Prozent. Der Anstieg ist grösstenteils auf saisonale Effekte zurückzuführen, jedoch wirkt sich inzwischen auch die schwächere Konjunktur auf die Arbeitslosigkeit aus. Insgesamt befand sich der Arbeitsmarkt im vergangenen Jahr in solider Verfassung mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 2,1 Prozent.

Ende Dezember waren 19‘629 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Zürich als arbeitslos gemeldet, 1‘604 Personen mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich vorwiegend saisonal bedingt von 2,1 Prozent auf 2,3 Prozent. Die Zunahme ist hauptsächlich auf die Entwicklung in den saisonal geprägten Branchen Baugewerbe (+694) sowie sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (+149) mit der Teilbranche Gebäudebetreuung, Garten- und Landschaftsbau (+83) zurückzuführen. Die freiberuflichen, technischen und wissenschaftlichen Dienstleistungen (+111) weisen ebenfalls eine saisonale Komponente auf mit regelmässig steigenden Arbeitslosenzahlen um den Jahreswechsel.

Gleichzeitig kann die Zunahme der Arbeitslosenzahlen in den saisonal geprägten Branchen nicht ausschliesslich durch die Jahreszeit erklärt werden. Ein Teil der Zunahme ist auf die trägere konjunkturelle Entwicklung von 2019 zurückzuführen. Insgesamt verteilt sich die konjunkturbedingte Zunahme über fast alle Branchen hinweg, jedoch in relativ geringem Ausmass.

Solider Arbeitsmarkt im 2019
Im Jahresrückblick ergibt sich für 2019 eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von 2,1 Prozent, 0,4 Prozentpunkte tiefer als noch im Jahresdurchschnitt 2018. Im vergangenen Jahr war der solide Arbeitsmarkt praktisch durchgehend ein wirtschaftlicher Stabilitätsfaktor. Die Arbeitslosigkeit befand sich im Jahresverlauf auf tiefem Niveau und verharrte zwischen Mai und Oktober für sechs Monate bei 2,0 Prozent.

Die Beschäftigung nahm in den ersten drei Quartalen stärker als im schweizerischen Schnitt zu und die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt wirkte sich auch positiv aus bei der Anzahl Langzeitarbeitsloser sowie bei den Aussteuerungen. Im vergangenen Jahr waren durchschnittlich 2‘344 Langzeitarbeitslose bei den RAV des Kantons Zürich registriert, 996 weniger als im Vorjahr. Die Anzahl Aussteuerungen lag zwischen Januar und Oktober 2019 bei insgesamt 4‘262 und damit um 982 niedriger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Für das Jahr 2020 wird aufgrund der insgesamt langsameren konjunkturellen Entwicklung nicht mit weiteren Rückgängen der Arbeitslosigkeit gerechnet. Im Jahresdurchschnitt kann jedoch zumindest von einer Stabilisierung der Arbeitslosenzahlen auf dem Niveau von 2019 ausgegangen werden. (pd.)

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