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25.03.2020 - 18:48 Uhr

Auf Höhenflug folgt nächstes Grounding


Nur noch wenige Flugbewegungen: In Kloten heben derzeit nur noch wenige Flugzeuge ab. (Foto: Roger Suter)

Die Swiss steckt – nach dem zweitbesten Jahr ihrer Geschichte – wegen der Corona-Krise in Schwierigkeiten. Um Geld zu sparen, bleibt der grösste Teil ihrer Flotte am Boden.

Die Swiss hat ihren Flugplan wegen der Auswirkungen des Coronavirus radikal zusammengestrichen. Bis Sonntag, 19.  April, wird sie nur noch New York sowie London, Amsterdam, Berlin, Hamburg, Brüssel, Dublin, Lissabon und Stockholm anfliegen. Es sei für die Airline der Schweiz «in dieser aussergewöhnlichen Situation wichtig, trotz zunehmend schwierigen Rahmenbedingungen die Anbindung der Schweiz an die Welt bestmöglich aufrechtzuerhalten», schreibt die Lufthansa-Tochter in der Mitteilung von vergangener Woche.
Für die verbleibenden gut 40 Flüge pro Woche, etwa 10 Prozent der üblichen, bleiben ein Langstreckenflugzeug sowie fünf Kurzstreckenmaschinen im Dienst. Ein Teil der übrigen stillgelegten Flotte wird aus Platzgründen nach Dübendorf verlegt. Weitere Flugzeuge insbesondere der Langstreckenflotte bleiben am Flughafen Zürich abgestellt. Auch eine komplette temporäre Einstellung des Flugbetriebs könne bei Swiss nicht mehr ausgeschlossen werden. Damit ihr das Geld nicht ausgeht, hat die Swiss nicht betriebsnotwendige Projekte gestoppt, einen Einstellungsstopp verfügt und die Auszahlung von Lohnbestandteilen verschoben. Auch das Kader verzichte auf einen Teil seines Lohnes.
Swiss führt Kurzarbeit ein
Zudem führt Swiss in diesen Tagen Kurzarbeit für Flugbegleiter, Piloten, Technik und Fracht ein; die Administration wird folgen. «Es ist davon auszugehen, dass alle Airlines in Europa auf staatliche Unterstützung angewiesen sein werden. Die Frage ist nicht ob, sondern wann», so Thomas Klühr, CEO von Swiss. «Sollte dieser Fall eintreten, ist es wichtig, dass schnell Liquidität zur Verfügung gestellt wird und zeitnah Zusagen für weitere Massnahmen wie staatliche Garantien oder Überbrückungskredite − die nach der Krise zurückbezahlt werden können − erfolgen», so Klühr weiter. Auch in der Politik laut darüber nachgedacht, wie man die «Schweizer Fluggesellschaft» – nach dem Grounding der früheren Swissair – erneut retten könnte.

Eigentlich gutes Jahr 2019
Dabei präsentierte die Fluggesellschaft vergangene Woche die zweitbesten Zahlen ihrer noch jungen Geschichte. Sie erzielte einen Gewinn von 578 Millionen Franken, etwas weniger als im Vorjahr (636 Millionen) und habe so mit 11 Prozent wiederum die angestrebte zweistellige Adjusted-Ebit-Marge erreicht, so das Unternehmen in einer Mitteilung. Der Umsatz lag mit 5,33 Milliarden Franken fast gleichauf mit dem Vorjahr (5,30 Milliarden).
Teurer waren die Treibstoff- und Wartungskosten. Da die Swiss im Bauch ihrer Passagiermaschinen auch Fracht transportiert, bekam sie schon im vergangenen Jahr die abflachende Weltkonjunktur zu spüren. (rs./ Archivfoto: ajm.)

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