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FCW- und FCS-Junioren trainieren zusammen

Die beiden Fussballvereine FC Seefeld und FC Witikon haben selbst Skeptiker überzeugt: Die gemeinsame Jugendarbeit zahlt sich für alle Beteiligten aus. Bereits feiern die Junioren beider Clubs beachtliche Erfolge.

Robin Braun

Der FC Seefeld und der FC Witikon sind nicht nur zwei in ihren Quartieren stark verankerte Fussballvereine, sondern auch bekannt für eine konsequente und gute Juniorenförderung. Dennoch haben auch diese beiden Vereine mit den üblichen Problemen zu kämpfen. Während bei den kleinsten Junioren der Zulauf zum Fussball ungebrochen ist, sind bei den älteren Kategorien ein stark abnehmendes Interesse und sinkende Bereitschaft, aktiv Fussball zu spielen, festzustellen.


Aus der Not eine Tugend gemacht


Aus verschiedensten Gründen verlassen viele Jugendliche den Fussballclub noch vor dem Eintritt in eine Aktivmannschaft. Zudem zeigt es sich, dass es immer schwieriger wird, Trainer für die Juniorenmannschaften zu finden. Ab den Junioren C (ca. 14-jährig) nehmen Anzahl Spiele und Trainings zu. Ein Aufwand, den viele neben Schule und anderen Aktivitäten nicht betreiben können oder wollen. Sowohl der FC Seefeld als auch der FC Witikon standen vor wenigen Jahren vor der Situation, Juniorenmannschaften aufgrund zu weniger Spieler aus dem aktiven Spielbetrieb zurückziehen zu müssen. Diese Situation führte dazu, dass die beiden Vereine beschlossen, bei den Junioren A bis C (14- bis 20-jährig) zusammenzuarbeiten und gemeinsame Mannschaften in diesen Alterskategorien anzumelden.
Die Zusammenarbeit, welche anfänglich vielerorts auf Skepsis gestossen ist, ist unterdessen äusserst erfolgreich. Einerseits sind aktuell sechs Mannschaften unter dem Namen Team Seefeld/Witikon angemeldet, und andererseits können sportliche Erfolge gefeiert werden. So spielen die Junioren Ba und die Junioren Ca in der regional jeweils höchsten Spielklasse (Coca-Cola Junior League) und belegen dabei die vorderen Ränge. Die Junioren Ba wurden gar Wintermeister.


Kooperation, aber keine Fusion


Diese Erfolge freuen natürlich auch die beiden Präsidenten Urs Egger vom FC Seefeld und Martin Grob vom FC Witikon. «Die Zusammenarbeit ist ein voller Erfolg. Beide Vereine verfügen über eine hervorragende Infrastruktur und können Synergien nutzen», meint Martin Grob. Urs Egger fügt an: «Es ist äusserst positiv, dass wir neben der Junioren A Mannschaft mit zwei Junioren B Mannschaften und gar drei Junioren C Teams in den jeweiligen Meisterschaften vertreten sind. Egal, ob ein Junior dem FC Witikon oder dem FC Seefeld angehört, im Vordergrund stehen für alle die Leistung und die Ziele der Mannschaft.»
Die beiden Präsidenten legen Wert darauf, dass es sich bei der Zusammenarbeit auch tatsächlich um eine Kooperation und nicht um die oftmals heraufbeschworene Fusion handelt. Urs Egger: «Beim FC Witikon und beim FC Seefeld handelt es sich um gesunde Quartierclubs, welche nicht nur individuelle sportliche Ambitionen bei den Aktiven verfolgen, sondern auch auf Vorstandsebene und im administrativen Bereich sehr gut arbeiten. Es besteht aber auch bei den Aktiven eine Koordination, um die Aufstiegsziele besser zu erreichen. Beide Vereine weisen zudem eine gesunde finanzielle Basis auf. Eine Fusion ist daher kein Thema.» Martin Grob ergänzt: «Beide Vereine haben ihr eigenes Vereinsleben und gerade bei den jüngsten Junioren eine sehr breite Basis. Ein Zusammenschluss bei allen Mannschaften würde daher keinen Sinn machen und keinen Mehrwert generieren.»
Was allerdings die Ambitionen für die Rückrunde betrifft, haben der FCS und FCW sehr wohl die gleichen Vorstellungen, und man darf sich auf weitere erfolgreiche Leistungen und eine gut funktionierende Zusammenarbeit freuen.

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