Claudio Widmer
Mit der amtierenden Regierungsrätin Ursula Gut-Winterberger sowie dem Adliswiler Stadtpräsidenten und Kantonsrat Thomas Heiniger steigt die FDP des Kantons Zürich in die kommenden Regierungsratswahlen. Mit ihren Ansichten und Positionen fällt sie kaum aus dem parteipolitischen Rahmen, deshalb wäre alles andere als eine Wiederwahl eine dicke Überraschung Ähnlich konform stellt sich auch der neue Regierungsratskandidat Thomas Heiniger dar. Der amtierende Stadtpräsident von Adliswil und Kantonsrat sieht sportliche Kompetenzen als Schlüssel für die Festigung und Förderung des Standortes Zürich. Die Limmatstadt sei der «Motor der Schweiz» und müsse «stark, fair, ausdauernd und intelligent» sein. Mit dem Adjektiv ausdauernd weist Heiniger auf die Budgetpolitik hin: «Man muss mit den gegebenen Mitteln auskommen», meint der Partner einer Anwaltskanzlei. Konkrete Vorstellungen wo gespart werden kann, hat er allerdings nicht. Sicher ist für ihn hingegen, «dass das Problem nicht mit einer Steuererhöhung gelöst werden soll.»
Neben den amtierenden Kantonsrätinnen Susanne Bernasconi-Aeppli, die zum letzten Mal kandidiert, und Regine Sauter, die vor allem das Arbeitskräftepotential der Frauen fördern will, präsentierten die Kreisparteien fünf neue Köpfe für den Kantonsrat. Mit Marco Camin Gemeinderat, Zahntechniker und Bierbrauer ist ein klassischer Kleinunternehmer im Aufgebot, der sich die Kandidatur nicht zuletzt durch seine Leistungen im Gemeinderat verdiente. Seine Hauptanliegen sind kaum überraschend verbesserte Auflagen für KMU. Der Stadtzürcher FDP-Präsident Urs Egger formuliert eine Stärkung des Schweizer Wirtschaftsmotors Zürich als sein Hauptziel, während der 44-jährige Lehrer und Schulleiter Christian Aeschbach vor allem die Bildungsdirektion anprangerte.Mit dem Unternehmer Marc Bourgeois und Junganwalt Thomas G. Albert will die FDP auch jüngere Wähler ansprechen. Bourgeois fand, dass das Arbeitskraftpotential der Frauen nicht ausgenützt werde. Er emfpndet dies als einen «erbärmlichen Zustand».
Der Präsident der Jungfreisinnigen Thomas G. Albert vertrat hingegen vehement die Absicht, neue Kernkraftwerke zu bauen und sprach gar von einer Endlagerung der Brennstäbe im eigenen Kanton eine Position die in dieser Form noch für einige Kontroversen sorgen dürfte.