Interview: Marius Widmer
Ursina Mayor, seit Dezember gibt es das JRK. Wieso braucht es so etwas im Kanton Zürich?
Weil es hier wie anderswo Leute gibt, die Hilfe brauchen, und es Jugendliche gibt, die Freiwilligenarbeit leisten wollen. Es passt also perfekt (lacht).
Worin sehen Sie Ihre Hauptaufgabe?
Wir wollen Jugendliche für Freiwilligenarbeit begeistern und auch das Rote Kreuz bekannt machen bei Jungen. Zudem möchten wir anderen Personen helfen.
Wer engagiert sich?
Wir haben Leute von 15 bis 30 Jahren, aber die Mehrheit ist zwischen 16 und 18, und es sind vor allem Frauen. Also Männer, meldet euch! Männer können eigene Ideen bringen, sehen möglicherweise auch anderes. Es wäre schön, wenn sich mehr Männer engagieren.
Wozu sind Einführungskurse nötig?
Als Erstes dienen sie dazu, einen Überblick zu bekommen über das Rote Kreuz, damit Jugendliche wissen, für welche Organisation sie sich engagieren. Zum Zweiten sollen sie mit einer konkreten Idee nach Hause gehen, welches Projekt sie reizen würde mitzumachen.
Was können Jugendliche beim Roten Kreuz bewirken?
Die Jugend hat Platz in der Rot-Kreuz-Strategie. Vermehrt möchte man Junge in Entscheidungsprozesse einbeziehen, so hat es beispielsweise im Rat des Schweizerischen Roten Kreuzes immer einen Jugendlichen dabei. Zudem können sie auch die Freiwilligenarbeit verändern. Mein Ziel ist es, nicht nur sich wiederholende Arbeiten, sondern auch Projekte zu haben, wo Jugendliche, die zum Beispiel sechs Monate Zeit haben, einsteigen können.
Ist man stolz, Mitglied des Roten Kreuzes zu sein? Zeigen Sie das?
Bei Rot-Kreuz-Anlässen gebe ich mich mit einem Pin zu erkennen. Ich bin seit vier Jahren beim Roten Kreuz dabei und stolz, Teil einer weltumspannenden Organisation zu sein. Bei Freiwilligen, die länger dabei sind, kann es auch ein Verbundenheitsgefühl geben.