Thomas Loosli
Es ist laut und lebhaft an diesem Samstagmittag im Gemeinschaftszentrum Leimbach. Aber die Stimmung ist gut. Gerade sind der Beauty-Kurs für die Mädchen und der erste Teil des Graffiti-Kurses für die Jungs zu Ende gegangen, und die Jungen erwarten übermütig und mit Vorfreude den zweiten Teil des Angebots der Offenen Jugendarbeit (OJA). Die Jugendarbeiter und Jugendarbeiterinnen Bigna Walser und Lars Koch haben alle Hände voll zu tun. Man bekommt den Eindruck, dass die beiden die Jugendlichen schon lange kennen. Die Stimmung im Gemeinschaftszentrum erinnert fast an ein Ferienlager.
Brainstorming am 10. Februar
«Uns ist es wichtig, spontan auf die Ideen der Jugendlichen zu reagieren», erklärt Lars Koch. Für den Frühling ist zum Beispiel ein Skateranlass geplant. «Auch die Star Night-Show werden wir wieder durchführen, und das Open Air Wollishofen wird organisiert, sobald wir die Bewilligung der Stadt haben.» Geplant ist auch, im Rahmen der Fussball-WM zusammen mit dem Gemeinschaftszentrum ein Programm auf die Beine zu stellen. Am 10. Februar gibt es ein Brainstorming, an welchem die Jugendlichen Ideen sammeln werden.
Der Graffiti-Kurs stösst bei den Jungs auf besonderes Interesse. Lukas Zangger und Michael Senn, die beiden jungen Graffiti-Instruktoren, haben ihr Hobby und ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Sie verdienen mit dem Sprayen ihr Geld. Ihre Gruppe nennt sich «One truth» und lebt vor allem von der Auftragsmalerei. Die Kunden sind in allen Bereichen zu finden. Und neben der Auftragsmalerei geben Senn und Zangger Graffiti-Kurse. Die Jungs von Leimbach freuts! Munter sprayen sie zuerst nach Anleitung von Michael Senn und dann lassen sie ihre Kreativität alleine wirken und sprayen die mitgebrachte Leinwand voll.
Der OJA ist einmal mehr ein gelungener Projekt-Nachmittag gelungen. Dieser Meinung sind auch Marklee Nebril, Yasemin Özdemir und Aylin Payam, drei Schüler aus dem Schulhaus Falletsche.