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Titelgeschichte

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«Bergtäler haben doch eh nichts»

Das wildromantische Safiental in Graubünden ist das Gegenteil vom hektisch-lauten Zürich. Mit einer Ausnahme: Hier hat es die gleichen Abfallkörbe wie bei uns.

Wer im Safiental Ferien macht, sehnt sich nach Ruhe, Abgeschiedenheit, Natur. Und wird zu 100 Prozent belohnt. Auf ihre Rechnung kommen neben den (Ski-)Wanderern auch die Langläufer. Es steht – in der Nähe des «Turrahuses» – eine stets gut in Schuss gehaltene Loipe zur Verfügung. Ein besonderes Vergnügen in diesem rauen Hochtal. Doch etwas lässt uns Zürcher stutzen. Wartet man in Safien-Talkirch aufs Postauto, flattern knallrote Zürcher Robidog-Säckli im Wind. An einem silbrig glänzenden Abfalleimer, Modell «Haifisch». Wie kam denn das? Leta Filli, Mediensprecherin von Entsorgung + Recycling, muss schmunzeln: «Ein Safier Einwohner hat uns vor zwei Jahren einen Brief geschrieben, ob man nicht einige ausrangierte Abfallkörbe ins Tal abgeben könnte.» Da man die Körbe in Zürich braucht, bis sie kaputt sind, wusste der damalige Chef von ERZ eine bessere Lösung, so Filli. Man schenkte der Berg-Gemeinde drei neue, inkl. Robidog-Säckli-Halterung und einem Vorrat, der «ewig» hält. Wert des Geschenks: ca. 4000 Franken. Für Filli eine gute Sache: «Bergtäler haben doch eh nichts», sagt sie. Ausser gute Luft, Ruhe und ein wunderbares Panorama. (ls.)

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