![]() Skaten soll auch am Bucheggplatz möglich sein. Bild: zos.Skaten auf dem BucheggplatzJugendliche aus dem Kreis 6 schlugen der Stadt vor, beim Umbau des Bucheggplatzes Raum für einen Freestylepark einzuplanen. Mit einer Promo-Aktion machten sie auf ihren Wunsch aufmerksam.Zora Schaad Das Gute vorweg: Nachdem der von Jugendlichen aus dem Quartier gegründete Verein «Freestyle Park Buchegg» im Herbst 2008 beim Tiefbauamt der Stadt Zürich einen Projektvorschlag eingereicht hat, ist einiges ins Rollen gekommen. Politische Legislaturschwerpunkte führten bei den Verantwortlichen zu einem Klima offener Ohren für das Anliegen der Jugendlichen, und die Chancen, dass dereinst auf dem heute unwirtlichen Platz der stadtweit schon lang ersehnte Freestylepark entsteht, stehen gut. Aufmerksam geworden auf die Möglichkeiten, die der Platzumbau bieten kann, ist der Leiter des Gemeinschaftszentrums Buchegg; angeregt und begleitet wurde die Initiative schliesslich von der Offenen Jugendarbeit (OJA) Kreis 6. Michela Pezzini von der OJA erinnert sich: «Als wir davon erfahren haben, sind wir auf die Jugendlichen zugegangen. Wir wussten, dass sie schon lange einen Platz suchten und schon immer von einem Skatepark träumten.» Samuel Müller, Gründungsmitglied des Vereins, findet den Standort ideal für den Freestylepark. «Der Bucheggplatz ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln perfekt erschlossen, und lärmig ist es hier ohnehin. Das Projekt eines Freestyleparks geistert schon sehr lange in den Köpfen herum, aber bis jetzt wurde kein Platz als geeignet empfunden.» Idealer Platz, idealer Zeitpunkt Im Schreiben aus dem Tiefbauamt, das Vereinspräsident Joachim Aeschlimann bald nach der Projekteingabe erreichte, wurde die Projekteingabe der Jugendlichen positiv beurteilt. Nach einem gemeinsamen Besuch in der Freestylehalle beim Werdhölzli mit den Verantwortlichen der Stadt wurden die Vorstellungen auf beiden Seiten konkreter. Seither jedoch ist zur Enttäuschung der Jugendlichen wenig gelaufen. «Da wir an der Umsetzung beteiligt sein möchten, warten wir auf einen konkreten Lageplan. Dies ist wichtig zur Platzierung der Rampen und anderer Elemente», so der 21-jährige Aeschlimann.Um der Zähheit der Prozesse etwas entgegenzusetzen und die Öffentlichkeit auf die Idee des Freestyleparks aufmerksam zu machen, lud der Verein zu einer Promo-Aktion. Verschiedene lokale Hip-Hop-Acts, Graffitikünstler, ein Stand mit Infos und kostenlosen Getränken warteten auf die Besucher. Etwa fünfzig Jugendliche hatten sich eingefunden, hörten die Konzerte und genossen den warmen Herbstnachmittag. Auch Morgane Ferru, die selber nicht skatet, macht sich für den Freestylepark stark. «Das wird ein Begegnungsort für Jugendliche aus dem Quartier. Es ist ein Ort, wo wir schon als Kinder waren, wenn wir in das gegenüberliegende GZ gingen. Ich komme gerne wieder hierher.» |
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