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Das alte MFO-Gebäude von hinten. Bis zur Profilstange im Vordergrund wird die Liegenschaft geschoben. Der kleine Birkenpark verschwindet.     Foto: zvg.

Zürich Nord

Freie Fahrt für das MFO-Gebäude

Gegen die Verschiebung des MFO-Backstein­gebäudes beim Bahnhof Oerlikon gibt es keine Rekurse. Bereits auf den kommenden August soll der Aushub für den Keller des Gebäudes am neuen Standort beginnen.

Rolf Trechsel

Die Zeichen für die Rettung des ehemaligen Direktionsgebäudes der Maschinenfabrik Oerlikon MFO stehen auf Grün. Gegen die Änderungen der Sonderbauvorschriften seien keine Rekurse eingegangen, erklärt Karsten Schwarz, Jurist im Hochbaudepartement der Stadt Zürich, auf Anfrage. Um Zeit zu sparen, hat die Stadt auch das eigentliche Bauprojekt zeitlich parallel aufgelegt. Und auch hier gibt es keine Rekurse, wie Marianne Voss vom Hochbaudepartement bestätigt. Abgesehen von einigen formalen Entscheiden von Kanton und Stadt hat damit das Gebäude rechtlich freie Fahrt für die Verschiebung 80 Meter stadteinwärts.

Noch vor Kurzem hatte es danach ausgesehen, als könnte die Verschiebung am Zeitdruck scheitern, muss doch das Gelände im Frühling 2012 für die Gleiserweiterungen der SBB geräumt sein. Nun ging das ganze Verfahren sogar rascher als die optimistischen Planungen. «Der Fall ist ein Beispiel, dass es sehr schnell gehen kann, wenn alle von einem Projekt überzeugt sind», resümiert Schwarz das ungewöhnliche Tempo.

Verschiebung im März 2012

Mit der rechtlichen Bereinigung liegt der Ball nun bei der Bauherrschaft, der Swiss Prime Site (SPS), welche das Gebäude, in dem sich auch das Restaurant Gleis 9 befindet, übernimmt. Bereits im August soll der Aushub für den künftigen Keller und die Verschiebung der Parkgarageneinfahrt beginnen, erklärt Peter Lehmann, Chief Investment Officer der SPS. Im Januar werden dann die Schienen für die Haus-Züglete eingebaut, und im März 2012 soll die Verschiebung stattfinden. Lehmann geht davon aus, dass die Mieterschaft des Gebäudes unverändert bleiben wird, weil die SPS ihnen «ein attraktives Angebot» machen könne. Bei den Mietern kommt der enge Zeitplan gut an: «Dass wir nur gerade 2 bis 4 Wochen auf unsere Räumlichkeiten verzichten müssen, ist ideal – wir können das mit Betriebsferien auffangen» freut sich Hansjörg Bolt von der Marken-Agentur Bolt, Rohner & Ko. Im April 2012 können die neu-alten Räumlichkeiten wieder bezogen werden. Oerlikon hat dann nicht nur das grösste Hallenbad, sondern auch das grösste, je verschobene Gebäude der Schweiz.