
Die Geschichte von Oerlikon wird anhand verschiedener interessanter Episoden mit Bildern, Dokumenten und Plänen präsentiert.
Zürich Nord
Das «unbekannte» Ortsmuseum
Der Ortsgeschichtliche Verein Oerlikon und der Feuerwehrverein Pikett Glattal haben im ehemaligen Feuerwehrgebäude des Piketts Glattal gemeinsam ein kleines Ortsmuseum eingerichtet.
Pia Meier
Wer den Raum im 1. Stock des ehemaligen Feuerwehrgebäudes des Pikett Glattal an der Baumackerstrasse betritt, ist beeindruckt. Hier ist ein kleines Ortsmuseum von Oerlikon entstanden, das einiges zu bieten hat. In der einen Hälfte des Raums sind zahlreiche Informationen über Oerlikon zu finden, in der anderen Hälfte wird die Geschichte des Piketts Glattal aufgeführt. «Die Geschichte des Piketts Glattal und der Gemeinde Oerlikon beziehungsweise des Quartiers Oerlikon sind eng miteinander verbunden», hält Renato-Carlo Müller, Präsident des Feuerwehrvereins Pikett Glattal, fest. «Es war deshalb sinnvoll, dieses Museum gemeinsam einzurichten.»
Auch Peter Gloor, Präsident des Ortsgeschichtlichen Vereins Oerlikon ist begeistert: «Dies ist endlich die Möglichkeit, die Geschichte von Oerlikon einem breiteren Publikum zu präsentieren.» Allerdings ist das Museum nicht beziehungsweise noch nicht öffentlich. Nach Absprache mit den beiden Präsidenten haben Interessierte die Möglichkeit, es anzuschauen. Aufgebaut wurde das Museum von Dölf Widmer, dem ehemaligem Präsident des Ortsgeschichtlichen Vereins, und Kurt Stähli vom Feuerwehrverein Pikett Glattal.
Trophäen-Sammlung
«Ich könnte mir vorstellen, dass wir Teile der Ausstellung von Zeit zu Zeit wechseln», hält Gloor fest. Im Archiv des Ortsgeschichtlichen Vereins Oerlikon habe es noch viele interessante Sammelstücke. Zurzeit sind in den Vitrinen Dokumente, Fotos, Pläne und andere Unterlagen von wichtigen Episoden der Oerliker Geschichte zu sehen. Diese zeigen auf, wie sich Oerlikon entwickelte, von der selbständigen Gemeinde bis zum modernen Stadtquartier. Die Besucher des Museumsraums erfahren, dass es in Oerlikon 32 Wirtshäuser und Gasthöfe gab, was die Maschinenfabrik Oerlikon (MFO) produzierte, etwas über die Lokomotiven der Bombardier und die ABB. Auch die neuere Zeit wird nicht vernachlässigt. Neu-Oerlikon mit seinen Pärken findet unter dem Motto «In 10 Jahren zur neuen Stadt» genauso Platz wie die kulturelle Seite des Quartiers. Besonders stolz ist Gloor auf die Trophäen-Sammlung des heute nicht mehr existierenden Veloclubs Oerlikon. Eine Sammlung von Vereinstrophäen gibt es auch vom Berner Jodlerclub Oerlikon.
Das Pikett Glattal im Einsatz
Im Bereich des Pikett Glattal – gegründet 1930 – ist die Feuerwehr-Chronik ersichtlich. Der Betrachter staunt, wie viele Brände diese Feuerwehr gelöscht hat beziehungsweise wie viele Rettungen durchgeführt wurden. Jedes Ereignis, bei welchem das Pikett Glattal im Einsatz war, ist mit Bild und Text beschrieben. «Dieses Museum wurde mit viel Liebe und Engagement eingerichtet», freut sich Gloor.
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