«Bäume werten Höngg auf»

Die Limmattalstrasse in Höngg soll zwischen Zwielplatz und Winzerstrasse im Rahmen einer Sanierung durch Bäume und Velostreifen aufgewertet werden.

Pia Meier

Das Strassenbauprojekt Limmattalstrasse war vergangene Woche im «Tagblatt der Stadt Zürich» ausgeschrieben. «Da die Strasse im Abschnitt Zwielplatz bis Winzerstrasse in einem schlechten Zustand ist, muss sie umfassend saniert werden», so Christian Grilz, Projektleiter Tiefbauamt der Stadt Zürich. «Der gesamte Strassenoberbau muss ersetzt und die Tramgleise im ganzen Projektperimeter erneuert werden.» Im Rahmen dieser Arbeiten werden die Haltestellen Wartau und Winzerstrasse behindertengerecht angepasst. Das hat zur Folge, dass die Fussgängerstreifen bei den beiden Haltestellen optimiert werden. Ausserdem wird die Haltestelle Winzerstrasse stadteinwärts um 50 Meter verlängert.

Als weitere Massnahme wird der Strassenraum für eine stärkere Velobevorzugung neu aufgeteilt und gestaltet und werden zusätzliche Bäume gepflanzt. Die Velofahrer teilen im Bereich der Haltestelle Wartau das Trottoir mit den Fussgängern. Stadtauswärts erhalten sie teilweise eine eigene Velospur, stadteinwärts hingegen fahren sie mehrheitlich auf der Strasse. «Der Grund für diese Lösung sind die engen Platzverhältnisse», hält Grilz fest. In einer zweiten Phase sollen Velospuren auf beiden Strassenseiten Richtung Frankental bis zur Stadtgrenze entstehen. «Für dieses Projekt ist aber mehr Landerwerb notwendig», so Grilz. Es werde nächstens im «Tagblatt» ausgeschrieben.

Zudem werden 16 Bäume entlang der Limmattalstrasse gepflanzt, gemäss dem Alleenkonzept vor allem auf der Nordseite der Strasse im Bereich Hohenklingen-/Talchernstrasse. Vier Bäume werden im Bereich Imbisbühlstrasse gepflanzt. Durch diese Bäume gehen gemäss Grilz keine Parkplätze verloren. «Auch die Zufahrten sind sichergestellt», so Grilz. Parkplätze gingen keine verloren.

Da die Massnahmen für die VBZ dringend sind, ist geplant, das Projekt im kommenden Jahr zu realisieren. Falls es Einsprachen gibt, wird nur der Teil zwischen Zwielplatz und Wartau realisiert, und der Teil bis zur Winzerstrasse erst im 2014.

Quartierverein positiv eingestellt
Im Gegensatz zu den seit Längerem umstrittenen städtischen Massnahmen am Meierhofplatz steht der Quartierverein Höngg den Plänen der Stadt in diesem Strassenabschnitt positiv gegenüber. «Wir sehen das Pflanzen von Bäumen als Verschönerung und damit als Aufwertung von Höngg an», hält Andreas Egli vom Quartierverein Höngg fest. Auch gegen eine Velospur sei man nicht. Ob es überall genügend Platz habe, sei zwar fraglich. Aber da in diesem Gebiet wegen Stau sowieso nicht schnell gefahren werden könne, sei eine Aufteilung des Strassenraums nicht nachteilig.