«Abbruchverfügung gefährdet Erholungszone»

Falls Giusep Fry auf dem Uto Kulm tatsächlich ­Bauten abbrechen muss, erwägt der Uetlibergverein die Besetzung des Gipfels.

Thomas Hoffmann

Die Generalversammlung des Uetlibergvereins stand ganz im Zeichen der Abbruchverfügungen der Gemeinde Stallikon für verschiedene Bauten des Restaurationsbetriebs Uto Kulm. «Die rund 100 anwesenden Mitglieder machten ohne Ausnahme keinen Hehl aus ihrem Unmut über die Rückbauverfügungen», schreibt der Verein. Damit würden Dutzende Arbeitsplätze auf das Spiel gesetzt und die Existenz des Uto Kulm als für jedermann begehbare Erholungs- und Aussichtszone ernsthaft in Frage gestellt. «Nur zu gut erinnern sich die Mitglieder daran, wie schlecht es um den Uto Kulm und dessen Attraktivität vor der Ära Fry bestellt war.»

Der Uetlibergverein fordert den Regierungsrat mit allem Nachdruck auf, den Abbruchentscheid der Gemeinde Stallikon «im Sinne der Arbeitnehmenden, der Wanderer und der Uetliberg-Touristen positiv zu korrigieren». Er verweist darauf, dass das Gebiet Uto Kulm mittlerweile als Erholungs- und nicht mehr als Landwirtschaftszone gilt.

Aktion im Raum Uto Kulm

«In einer für den Verein einmaligen Aufbruchstimmung schloss die GV Kampfmassnahmen zur Verhinderung des Abbruches nicht aus», heisst es in der Pressemitteilung. Wie diese Massnahmen aussehen werden, sei noch nicht festgelegt, sagte Vizepräsident Fredy Lienhard auf Anfrage. Sie würden sicher im Raum Uto Kulm stattfinden, «beispielsweise mit der Besetzung des Uetliberg-Gipfels». Der Vorstand werde sich mit diesem Vorhaben auseinandersetzen, sobald der Teilabbruch bevorstehe. Vorerst warte man ab, ob Fry gegen die Abbruchverfügung Rekurs einlegt.