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2019 wurde weniger geheiratet

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Wie die definitiven Ergebnisse der Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigen, gab es 2019 weniger Eheschliessungen und Geburten als im Vorjahr.

«2019 wurden im Vergleich zum Vorjahr 1700 Geburten weniger gezählt. Ein derart starker Rückgang von nahezu zwei Prozent wurde zuletzt 1998 verzeichnet», schreibt das BFS in einer Medienmitteilung. Die Geburtenzahl geht sowohl bei den Schweizerinnen als auch bei den ausländischen Müttern zurück. Während die Anzahl Erstgeburten bei den verheirateten Frauen unter 30 Jahren um 6.9 Prozent zurückgegangen ist, hat sie insbesondere bei den Frauen zwischen 30 und 34 Jahren um 1.3 Prozent zugenommen. Daraus ergibt sich ein höheres Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt des ersten Kindes.
Ebenfalls wurden 2019 4.3 Prozent weniger Ehen geschlossen als noch 2018. Auf kantonaler Ebene gaben sich nur in den Kantonen Graubünden, Thurgau, Obwalden, Basel-Landschaft, Uri, Schaffhausen, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden mehr Paare das Ja-Wort als im Vorjahr.
Für die eingetragene Partnerschaft entschieden sich knapp 700 Paare.

Mehr Todesfälle
67 800 Menschen sind 2019 in der Schweiz gestorben, dies sind 700 mehr als im Vorjahr. «Diese Zahlen beziehen sich auf die Zeit vor der COVID-19-Pandemie.» 88 Prozent aller Todesfälle betrafen Personen ab 65 Jahren. Zwischen 2018 und 2019 nahmen die Todesfälle bei den Personen zwischen 65 und 79 Jahren um 2.9 Prozent sowie bei den Personen ab 80 Jahren um 1.5 Prozent zu.
Der Geburtenüberschuss, der sich aus der Differenz zwischen den Geburten und Todesfällen ergibt, belief sich auf 18`400 Personen und war damit um 11.4 Prozent tiefer als im Vorjahr.

Mehr Scheidungen
«2019 wurden 16`900 Scheidungen ausgesprochen; dies entspricht einer Zunahme um 2.1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr», heisst es vom BFS. Die durchschnittliche Ehedauer bei der Scheidung stieg 2019 an und erreichte 15.4 Jahre, gegenüber 15.2 Jahren im Jahr 2018. Bei Fortsetzung der 2019 beobachteten Trends ist davon auszugehen, dass zwei von fünf Ehen eines Tages mit einer Scheidung enden könnten.
Partnerschaften wurden im letzten Jahr hingegen weniger aufgelöst. (cbr. / pd.)