Züriberg
Zürich 2
Zürich Nord
Zürich West
Küsnachter
Abo bestellen

Der Sommer gibt nochmals Gas

Erstellt von Manuela Moser |
Zurück

Zwei Sommer lang hatten es die Bäder nicht leicht – auch das Strandbad Küsnacht litt erst unter Corona und dann unter dem schlechten Wetter. Es wurden heuer nur wenige Eintritte gelöst. Aber die Saison geht noch bis 19. September.

Die Zahlen sind ernüchternd: In diesem Jahr haben knapp 36 000 Menschen das Strandbad Küsnacht besucht. Im letzten Jahr waren es um die gleiche Zeit bereits 54 000. «Und das», sagt Betriebsleiter Markus Keller, «obwohl wir im vergangenen Sommer wegen Corona erst am 6. Juni öffnen durften, also die Saison vier Wochen weniger lang dauerte.»  Der Sommer 2018 bescherte sogar 62 000 Eintritte.

Ideales Badewetter

«Mit diesen Schwankungen müssen wir leben», sagt Keller, «und nicht nur wir in Küsnacht, sondern da geht es allen Badis gleich. Werbung für das Bad zu machen, nützt nichts.» Denn: Wenn das Wetter nicht schön ist, dann kommen die Leute nicht. Punkt. Und schön heisse: Luft 24 Grad, Wasser 20 Grad, keine Wolken. «Und am besten ist es, wenn es davor ein paar Tage schön war», weiss Keller, der auch das kleinere Bad in Küsnacht, das Kusenbad, betreut. Beim Kusenbad verhalte es sich genau gleich: Dieses erreiche jeweils etwa einen Drittel der Besucherzahl des Strandbads. Perfekt sei der vergangene Sonntag gewesen. 1200 Menschen fanden allein an jenem Tag ihren Weg ins Strandbad. «Einer dieser schönen Herbsttage, in denen es nochmals richtig Sommer wurde», schwärmt Keller.

Und von diesen Tagen sollten uns noch einige bis zum Saisonende am übernächsten Wochenende bevorstehen, wenn die Wetterprognosen halten, was sie versprechen. Einiges zu bieten hat das Strandbad Küsnacht ja schon. Keller: «Wir sind meines Wissens das einzige Bad an der Goldküste, das einen Sandstrand hat.» Hier können die Kinder «sändele» wie am Meer. «Das sind dann ein bisschen Miniferien», sagt Keller. Zudem gibt es in ­beiden Küsnachter Bädern einen Behindertenlift, der es auch Menschen im Rollstuhl ermöglicht, in den See zu gehen. Keller verweist zudem darauf, dass es in diesem Sommer noch keine nennenswerten Unfälle gegeben hat. «Zum Glück nur Schnitt-, Schürfverletzungen oder andere kleinere Unfälle, aber keine ernsten Badeunfälle.» Der letzte Trumpf: Das Wasser ist im Spätsommer immer wärmer als Anfang Saison. Keller: «Bei Sommeranfang haben wir 11 Grad gemessen, jetzt sind es konstant 20 Grad.» Also ein Grund mehr, die Badi Küsnacht nochmals aufzusuchen und zu geniessen.

Und was ist mit Corona? «Im letzten Jahr mussten wir uns an die vom Bundesrat verordnete Höchstzahl pro Quadratmeter halten.» Für das Strandbad bedeutete das: nicht mehr als 800 Eintritte pro Tag. In diesem Sommer ist diese Beschränkung weggefallen. «Wir müssen in Innenräumen Maske tragen», sagt Keller. Allerdings ist das im Freibad nicht nötig, auch im offenen Restaurant nicht. «Es gibt auch nur einen kleinen Teil der Garderoben, der geschlossen ist. Dort gilt Maskenpflicht.»

Das Bad Küsnacht bleibt also noch offen bis zum 19. September. Keller: «Wir schliessen nur, wenn es ganz schlechtes Wetter ist. Heisst: 14 Grad und Regen.»