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Erlenbach: Alle Geschäfte genehmigt

Erstellt von Pia Meier |
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Bei der Gemeindeversammlung Erlenbach in der reformierten Kirche wurden vier Geschäfte einstimmig genehmigt: Die Jahresrechnung gemeinsame Sekundarschule Erlenbach-Herrliberg, jene der politischen Gemeinde, die Aufwertung der Anlage Mariahalden und die Teilsanierung des Feuerwehrgebäude.

Die Gemeindeversammlung Erlenbach unter der Leitung des scheidenden Gemeindepräsidenten Sascha Patak (FDP) in der reformierten Kirche war in-nert kürzester Zeit vorüber. Allen vier ­Geschäften wurde einstimmig zugestimmt. Die 132 Anwesenden stellten kaum Fragen, weshalb es zu keinen Diskussionen kam. Abgeschlossen wurde die Versammlung mit der Verabschiedung der scheidenden Behördenmitglieder.

Jahresrechnungen 2021

Die Jahresrechnung 2021 der gemeinsamen Sekundarschule Erlenbach-Herrliberg schliesst mit einem Aufwand von 4 142 456 Franken und einem Ertrag von 126 781 Franken, wie Gemeindepräsident Sascha Patak ausführte. Der Aufwandüberschuss von 4 015 674 Franken wird von Erlenbach mit einem Anteil von 1 851 226 Franken (46,1 Prozent) getragen. Die Jahresrechnung wurde von der Gemeindeversammlung einstimmig genehmigt.

Die Jahresrechnung 2021 der politischen Gemeinde Erlenbach schliesst mit einem Aufwand von 80 585 463 Franken und einem Ertrag von 82 398 308 Franken, das heisst mit einem Überschuss von 1 812 845 Franken. Dieser Überschuss ist um rund 1,6 Millionen schlechter als budgetiert. «Zum schlechteren Ergebnis hat vor allem der von der GV nicht genehmigte Verkauf von drei Liegenschaften geführt», führte Gemeinderat und Finanzvorstand Jens Menzi (parteilos) aus.

Ausgabenseitig komme der Mehraufwand fast ausschliesslich von der negativen Neubewertung des Erlibacherhofs. «Aufgrund der wiederum höheren Steuereinnahmen resultiert dennoch ein Ertragsüberschuss von rund 1,8 Millionen Franken», hielt Menzi fest. Der Fin­anzausgleich mache mit 45 Prozent weiterhin den grössten Posten auf der ­Aufwandseite aus. Alle Anwesenden stimmten der Jahresrechnung der politischen Gemeinde Erlenbach zu. 

Mariahalden und Feuerwehr

Der Kanton plant, auf seinem Grundstück im Gebiet Mariahalden einen zirka 100 Meter langen Weg entlang des Seeufers zu erstellen. Zudem wird der öffentliche Badeplatz Mariahalden umfassend umgestaltet. Ufermauer und Parkplatzbereich werden saniert. Damit soll die gesamte bestehende Anlage bezüglich Erholung und Naturschutz aufgewertet werden. Der Kanton plant, die Anlage ab August 2022 zu sanieren. Auf die Badesaison 2023 soll sie bereit sein. Während der Bauarbeiten kann die Anlage nicht genutzt werden. «Die Gemeinde Erlenbach sieht eine zusätzliche Aufwertung der Anlage auf ihre Kosten zum kantonalen Vorhaben vor: Holzsteg, Brunnen, Sitzgelegenheiten und WC-/Duschanlage», führte Patak aus. Für die Gemeinde Er-lenbach wird mit Gesamtkosten von 595 000 Franken gerechnet. Auch diesem Geschäft stimmten die Anwesenden zu.

Das Feuerwehrgebäude an der Schulhausstrasse soll teilsaniert werden. Der Gemeinderat beantragte deshalb der Gemeindeversammlung, einer Teil­sanierung und Teilanpassung des Feuerwehrgebäudes zuzustimmen. Der Bruttoobjektkredit in Höhe von 510 000 Franken mit einer Kostengenauigkeit von plus/minus 10 Prozent wurde von den Anwesenden einstimmig bewilligt. Das rund 80 Jahre alte ­Gebäude hat aus heutiger Sicht organisatorische und technische Mängel. 

Bestimmte Sanierungen und Anpassungen seien dringend, so Liegenschaftenvorstand Peter Keller. Sie seien sich allerdings dessen bewusst, dass es sich hier um eine Renovation auf Zeit handle, denn nicht alle Mängel könnten damit behoben werden. «Ein Neubau kann nicht innert nützlicher Frist erstellt werden», bemerkte Keller. Eine Teilsanierung schaffe Zeit, einen notwendigen Ersatzneubau zu planen und zu erstellen. Diese umfasst unter anderem die Anpassung der Kanalisation, der Elektroinstallationen, der Heizung sowie den Einbau von Dusche und Garderobe für Damen. 

Verabschiedung der Scheidenden

Zum Abschluss der Gemeindeversammlung wurden die scheidenden Behördenmitglieder mit einem Blumenstrauss verabschiedet: Christine Hotz Steinemann, Silvano Matthaei, Erika Brandenberger, Beat Steiner, Jürg Honegger und Axel König. 

Zudem wurden die folgenden Gemeinderäte verabschiedet: Philipp Weckherlin, Peter Keller, Jens Menzi, Lotti Grubenmann und mit Standing Ovation Sascha Patak. 

Anschliessend wurde bei einem Apéro im Freien beim Erlibacherhof gemeinsam angestossen.