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Happy End für die Lokomotive Krokodil

Erstellt von Pia Meier |
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Die Loki Krokodil ist zurück an ihrem Geburtsort in Oerlikon. Nun steht sie neben der Price Waterhouse Coopers (PWC) an der Birchstrasse in einem Käfig. Offen ist, wie es weitergeht. Der Verein Oerlikon Industriegeschichten braucht weitere 120 000 Franken.

Der Transport der Loki Krokodil, Jahrgang 1920, mit dem Tieflader vom Bahnhof Seebach zu ihrem Ausstellungsort bei der PWC lockte zahlreiche Schaulustige an, die sich diesen historischen Moment nicht entgehen lassen wollten. Von der Kurve bei der Neunbrunnenstrasse bis zur PWC fuhr der Fahrer des Tiefladers mit der Loki im Schneckentempo, begleitet von der Polizei, rückwärts zum Ausstellungsort. Die Birchstrasse musste teilweise gesperrt werden, bis die 130 Tonnen schwere Loki Ce 6/8 II 14270 in ihrem Käfig war. Die zahlreich beteiligten Spezialisten erhielten von den Zuschauern viel Applaus für ihre Leistung. Die Freude aller Beteiligten war gross. «Endlich ist sie da», meinten einige anwesende Krokodil-Fans. Sie hatten die Rückkehr der Loki, die seit 15 Jahren geplant war, laufend mitverfolgt. Aber auch die Vorstandsmitglieder des Vereins Oerlikon Industriegeschichten mit Präsident Ruedi Huber strahlten, als die Loki vor Ort stand. Daniel Racine, Vizepräsident Verein Oerlikon Industriegeschichten, und Band erfreuten die Anwesenden mit einem «Crocodile Rock» und die Brauerei Oerlikon sorgte fürs leibliche Wohl.

Platz zum Verweilen
Unter den zahlreich Anwesenden war neben den Beteiligten vom Verein Oerlikon Industriegeschichten Thorsten D. Künnemann, Initiator der Rückkehr des Krokodils und Gründer des oben genannten Vereins. Er übergab Interessierten einen Abriss über die 100-jährige Loki unter dem Titel «Das Krokodil kehrt heim». Darin verweist er darauf, dass die Loki in der Lokomotivbauhalle der Maschinenfabrik Oerlikon (MFO) zusammengebaut wurde. «Diese war dort, wo heute das Gebäude Binzmühlestrasse 101–103 steht.» Die Loki ist die fassbare Erinnerung an die einst grosse Bedeutung der Maschinenfabrik Oerlikon und soll Neuoerlikon ein Stück seiner «alten» Identität wiedergeben.
Auf dem Platz, wo die Loki in ihrem einbruch- und vandalensicheren Käfig steht, hat es Bänke und bald auch Bäume sowie das Gotthard-Panorama. Er lädt zum Verweilen ein.

Finanzielle Unterstützung
Transport der Loki von Erstfeld über Biel zur PWC, Renovation, Käfig und weiterer Unterhalt sind kostspielig. Zudem ist ein interaktiver Info-Touchscreen am jetzigen Standort vorgesehen. Die Loki soll weiter als Aus- und Weiterbildungsstätte dienen. Auch Führungen und Veranstaltungen sind geplant. Der Verein Oerlikon Industriegeschichten braucht nach wie vor finanzielle Unterstützung. Es fehlen ungefähr 120 000 Franken. Im Oktober ist ein grösseres Einweihungsfest vorgesehen.

Kontakt: Hansruedi Diggelmann, E-Mail info@krokodil-oerlikon.ch, Telefon 079 283 01 36.

www.krokodil-oerlikon.ch