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Kreative Macherinnen setzen ein Zeichen

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Corona veränderte das Festivaljahr 2020 – viele Veranstaltungen müssen weiterhin abgesagt werden. Nicht so das Klassikfestival Küsnacht. Die Macherinnen Astrid und Sonja Leutwyler wollen ein hoffnungsvolles Zeichen setzen.

Die meisten Pop-Festivals und Open Airs wurden in diesem Jahr abgesagt. Zu unsicher sind die Zeiten für Veranstalter wegen Corona. Kleinere Festivals haben bessere Chancen – so auch das Klassikfestival Küsnacht mit dem vielsagenden Titel «Hoffnung». «Wir nennen es auch Corona-SpecialKrönungsedition 2020», schmunzelt die künstlerische Leiterin Astrid Leutwyler, und dann ernster: «Leider wissen wir alle, wie es zu dieser Special Edition gekommen ist.» Ihr und ihrer Schwester Sonja, Co-Leiterin des Klassikfestivals Küsnacht, sei es wichtig, ein hoffnungsvolles und mutiges Zeichen zu setzen. Schon im März – das Virus hatte eben zu wüten begonnen – sagten sie sich: «Wir finden statt!»

Die beiden Schwestern sind selber Profimusikerinnen und passten ihr Programm und das Konzertformat rasch an, blieben aber ihrem hohen Anspruch treu. Kurt Aeschbacher, Julian Steckel, Teo Gheorghiu, Avi Avital, Aydar Gaynullin, Sarah Rumer und Dmitri Demiashkin gehören zu den Stars des diesjährigen Festivals. Das Klassikfestival Küsnacht kämpfte mit grossem Respekt und Erfolg für die Durchführung des Festivals und erntet nun viel Lob und Anerkennung von Musikbegeisterten und der europäischen Kulturszene.

«Die kurzfristige Umplanung des Festivalprogramms hat uns einige schlaflose Nächte bereitet», sagen die beiden. «Die Mühe hat sich aber gelohnt und wir sind sehr stolz, dass wir es als eines der wenigen Festivals geschafft haben.»

Internationale Stars
«Es ist uns gelungen, ein ausserordentlich tolles Programm zusammenzustellen», freuen sich die künstlerischen Leiterinnen. Teo Gheorghiu und Julian Steckel feiern Beethovens 250. Geburtstag am Eröffnungskonzert «Fokus Beethoven!». Der Liebling der Nation, Kurt Aeschbacher «Aeschbi», ist am Sonntagabend Gastgeber bei der Konzert-Soirée «Belle Epoque». Und Daniel Rohr erzählt eine verkürzte Fassung der Märchenoper «Die Zauberflöte» für Kinder. Dies sind nur drei der Highlights, die geboten werden. Damit sich die Konzertbesucher sicher fühlen, werden nur die Hälfte der verfügbaren Plätze belegt. So können die Sicherheitsabstände jederzeit gewahrt werden. Es gilt Maskenpflicht. (ks.)