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Land für 24 Alterswohnungen

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Am Werdgässchen in Aussersihl möchte die Pfarrkirchenstiftung St. Peter und Paul ihr Alterszentrum um ein Wohnhaus mit 24 Alterswohnungen ergänzen. Dafür will ihr der Stadtrat ein Grundstück im Baurecht abgeben und beantragt dem Gemeinderat die Genehmigung des entsprechenden Vertrags.

1973 eröffnete die römisch-katholische Pfarrkirchenstiftung St. Peter und Paul 1973 am Werdgässchen 15 ein Alterszentrum, in dem heute rund 80 betagte Menschen leben, ruft der Stadtrat in seiner Medienmitteilung in Erinnerung. Das Zentrum ist Wohn- und Pflegestätte für Menschen aus der Pfarrei St. Peter und Paul, aus der reformierten Kirchgemeinde Aussersihl und aus angrenzenden Gebieten; sie können so im Alter in ihrer vertrauten Umgebung bleiben.

Bau-Grundstück wird arrondiert

Wegen der beschränkten Platzverhältnisse und der wachsenden Nachfrage nach Wohnmöglichkeiten für ältere Menschen möchte die Stiftung das Zentrum um einen angrenzenden Neubau ergänzen. Vorgesehen sind fünf 1,5-Zimmer- und neunzehn 2,5-Zimmer-Wohnungen sowie von den Bewohnenden gemeinschaftlich genutzte Räume.

Der Neubau soll zur Hauptsache auf dem Grundstück Werdgässchen 23 zu stehen kommen. Dieses 549 Quadratmeter grosse Grundstück soll um zwei Teilflächen ergänzt werden: Die eine, heute als Wendefläche verwendete, ist bereits im Eigentum der Stadt, die andere befindet sich im Eigentum der Stiftung, von der sie die Stadt erwerben will. Nach der Arrondierung beläuft sich die Fläche des Areals auf 686 Quadratmeter. Es soll der Stiftung im Baurecht zu einem jährlichen Zins von 39 501 Franken abgegeben werden.

Dem Gemeinderat beantragt der Stadtrat neben der Genehmigung des Baurechtsvertrags auch den Kauf der erwähnten Teilfläche von 71 Quadratmeter für 204 480 Franken. Um die Wendefläche ins Baurechts-Grundstück integrieren zu können, ist die Verlegung eines Fuss- und Fahrwegrechts nötig. Darüber bestehen zurzeit noch Differenzen mit dem Eigentümer eines Nachbargrundstücks, der auch gegen die 2017 erteilte Baubewilligung rekurriert hatte.

Auf dem Grundstück Werdgässchen 23 steht heute ein Gebäude mit drei Wohnungen und einem Geschäftsraum, das mehrheitlich von der Stiftung genutzt wird. Diese wird es auf eigene Kosten rückbauen. Die Kosten für die Altlastenbereinigung werden von der Eigentümerin, also der Stadt, übernommen. Dafür und für allgemeine Vertragskosten beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat zusätzlich einen Kredit von 191 800 Franken.

Stiftung will einige Mieten verbilligen

Die Stiftung hatte 2016 für den Bau der Alterswohnungen einen Architekturwettbewerb unter Leitung des Amts für Hochbauten durchgeführt, aus dem Knorr & Pürckhauer Architekten als Sieger hervorgingen. Gemäss heutigen Berechnungen werden die auf der Basis der Kostenmiete kalkulierten Nettomieten für die 25 bis 42 Quadratmeter grossen 1,5-Zimmer-Wohnungen zwischen 990 und 1270 Franken betragen, für die 50 bis 55 Quadratmeter grossen 2,5-Zimmer-Wohnungen zwischen 1590 und 1670 Franken. Da die Limiten gemäss kantonaler Wohnbauförderungs-Verordnung nicht eingehalten werden können, werden keine Wohnungen mit öffentlichen Mitteln subventioniert. Die Stiftung wird aber gemäss eigenen Angaben die Nettomieten einzelner Wohnungen um bis zu 20 Prozent verbilligen, schreibt der Stadtrat.

Die Pfarrkirchenstiftung St. Peter und Paul wurde 1956 gegründet. Ihr Hauptzweck ist es, für die Gläubigen der Pfarrei die Seel- und, in einem weiteren Sinne, Fürsorge sicherzustellen. Der Stadtrat hat ihr kürzlich in eigener Kompetenz und unabhängig vom vorliegenden Geschäft ein 350 Quadratmeter grosses Grundstück hinter dem Alterszentrum im Baurecht abgegeben. Darauf wird sie ein Gebäude mit Gemeinschafts- und Büroräumen erstellen. (pd. / Visualisierung: zvg.)