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Liegenschaften Stadt Zürich setzt neue Strategie fest

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Liegenschaften Stadt Zürich (LSZ) vertritt die Stadt Zürich als Eigentümerin, Investorin und Bewirtschafterin für alle kommunalen, an Dritte vermieteten Bauten. «Mit ihren Wohnliegenschaften und Baurechtsabgaben leistet LSZ einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Anzahl gemeinnütziger Wohnungen», schreibt Liegenschaften Stadt Zürich in einer Mitteilung. Insgesamt vermietet die Stadt Zürich über 9200 Wohnungen, davon 6600 in Wohnsiedlungen und 2600 in Einzelliegenschaften. Weiter vermietet LSZ rund 1100 Gewerberäume, darunter 60 Restaurants,18 Verpflegungskiosks und 10 Parkierungsbauten. Das Portfolio von LSZ umfasst rund 1200 Liegenschaften, der jährliche Netto-Mietertrag beläuft sich auf gut 200 Millionen Franken. Dank einer preisgünstigen Vermietung trägt LSZ wesentlich zur Vielfalt und Attraktivität der Stadt sowie zu einer guten Quartierversorgung bei. Als Vermieterin hat LSZ auch eine soziale Funktion. So unterstützt sie seit Beginn der Corona-Pandemie Gastro- und Gewerbebetriebe, deren Mietobjekte von behördlich verordneten Massnahmen betroffen sind. Alle Liegenschaften werden gemäss den Zielen der städtischen Sozial- und Umweltpolitik geplant, realisiert und bewirtschaftet.

Die Stadt Zürich ist eine attraktive Wohn- und Arbeitsstadt. «Dieses Wachstum ist erfreulich und bestätigt die Politik des Stadtrats. Gleichzeitig bedeutet es aber auch eine Herausforderung, etwa in Bezug auf den zunehmenden Bedarf an Flächen für städtische Infrastrukturbauten und gemeinnütziges Wohnen», wie Stadtrat Daniel Leupi, Vorsteher des Finanzdepartements, betont. Diese Herausforderungen verlangen nach vorausschauendem Handeln bei der Steuerung des Immobilienportfolios. Weitere Schwerpunkte werden in folgenden Bereichen gesetzt: Erhalt des Kleingewerbes vor dem Hintergrund des Strukturwandels im Detailhandel; transparente Vergabe von städtischen Wohn- und Gewerbeflächen; Digitalisierung und Anforderungen im Bereich der ökologischen Nachhaltigkeit. «Unsere Immobilienstrategie bildet dafür eine langfristige, flexible Grundlage und ermöglicht uns, auf externe Einflüsse und Entwicklungen aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Umwelt angemessen zu reagieren», so Astrid Heymann, Direktorin LSZ.

Landreserven und Zwischennutzungen
LSZ ist für die langfristige Sicherung des Liegenschaftenbedarfs der Zürcher Stadtverwaltung zuständig und hält deshalb strategische Landreserven im Portfolio. Teilweise werden diese für mindestens 30 Jahre im Baurecht vergeben und stehen nach Ablauf der Baurechtsdauer für städtische Landbedürfnisse wieder zur Verfügung. Auf städtischen Landreserven wie etwa dem Areal Thurgauerstrasse sollen qualitativ hochstehende Projekte realisiert werden. Mit dem Aufbau eines Akquisitionsteams wird der Erwerb von strategiekonformen Liegenschaften intensiviert.

Zudem sollen auf Landreserven, die erst kommenden Generationen dienen, Zwischennutzungen ermöglicht werden. Zwischennutzungen sind aber auch in Wohnliegenschaften, die instandgesetzt oder ersetzt werden, und in Gewerberäumen sinnvoll. LSZ führt bereits heute verschiedene Zwischennutzungen im Portfolio. «Wir wollen Leerstände vermeiden und keinen Abriss auf Vorrat. Zudem ermöglichen Zwischennutzungen viele Freiräume, die auch kulturell und nicht kommerziell sehr aktiv genutzt werden und so zu einer farbigen und vielfältigen Stadt beitragen», so Stadtrat Leupi. (pd.)