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Magische Momente im Close-Theater erleben

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Nachdem Zauberkünstler Pat Perry (51) ein Viertel- jahrhundert um die Welt gereist ist, liess er sich 2015 mit seinem eigenen Close-Theater an der Pfingstweidstrasse nieder.

Im zweiten Stock des Migrosgebäudes im Zürcher Industriequartier hat sich Pat Perry vor fünf Jahren mit seinem Close-Theater für Mentalmagie niedergelassen. An Wochenenden begeistert er dort in intimer Atmosphäre mit dem Programm «Fifty:Fifty – Die Magie der Entscheidung». Die nächsten Vorstellungen finden ab Ende August statt, wobei einige schon jetzt zu fast zwei Dritteln ausverkauft sind.

Das kleine Theater, das früher als Lagerraum diente, verfügt über lediglich 70 Sitzplätze. Mehr sollen es aber auch nicht sein, so der Zauberkünstler. «Das Besondere am Close-Theater ist die Nähe zum Publikum. Selbst in der letzten Reihe können mir die Zuschauer noch ganz genau auf die Hände schauen», sagt der Mentalmagier und Schweizer Zauberweltmeister. Im Close seien Zuseher und Künstler miteinander auf Augenhöhe. Dank dem Schutzkonzept des Schweizerischen Bühnenverbandes können die Vorstellungen im Close-Theater ohne grössere Einschränkungen für das Publikum durchgeführt werden.

Vollkommene Präsenz
Sein Programm hält, was es verspricht. Während etwas mehr als einer Stunde stellt Pat Perry sein Publikum vor Entscheidungen, nur um es danach zu erstaunen und fassungslos zurückzulassen. Seine Nummern präsentiert er gekonnt mit Charme, Humor und ohne sich dabei zu ernst zu nehmen. «Als Zauberer ist man auch Schauspieler», so der Mentalmagier. Besonders wichtig sei auch die hundertprozentige Präsenz auf der Bühne. «Bei meinen Vorstellungen bin ich ganz stark auf Empfang und nehme Dinge wahr, die im Alltag untergehen», verrät der Zauberkünstler. Pat Perry zaubert gekonnt mit Karten, liest die Gedanken seiner Zuschauer, lässt Handys verschwinden und an neuen Orten wieder auftauchen. Am Schluss gibt es Selfies an der Bar mit den Gästen. An einem vollständigen Bühnenprogramm arbeitet der 51-Jährige ungefähr zwei Jahre. Im Frühjahr 2021 wird er seine neuesten Kunststücke präsentieren; bis dahin spielt der Mentalmagier «Die Magie der Entscheidung».

Vom Hochbauzeichner zum Zauberer
«Ich war ein sehr nervöses Kind, meine Hände haben sich ständig bewegt», erzählt Pat Perry. «Dank der Zauberei konnte ich diese Energie kanalisieren.» So übte der junge Pat stundenlange Münztricks und verlor sich in dieser magischen Welt, die sich ihm eröffnete. Nach der Schule begann er eine Lehre als Hochbauzeichner und arbeitete auch mehrere Jahre auf diesem Beruf. «Morgens arbeitete ich als Hochbauzeichner, nachmittags zauberte ich», so der Mentalmagier, «bis ich 1990 Vollprofi wurde und komplett von der Zauberei lebte.»

25 Jahre lang war der Künstler in der ganzen Welt unterwegs. Osteuropa, Kanada, Amerika und Saudi Arabien waren nur einige der zahlreichen Destinationen. Die Entscheidung, sich in Zürich mit einem eigenen Theater niederzulassen, war für Pat Perry aber die richtige. «Im Ausland muss man immer Kompromisse machen, hier im Close habe ich das perfekte Umfeld für meine Arbeit.»

Weitere Informationen und Tickets für «Fifty:Fifty – Die Magie der Entscheidung» unter: www.closetheater.ch