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Militärversicherung zieht trotz Covid-19 positive Bilanz

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Sowohl bei den Versicherungsleistungen als auch den Verwaltungskosten konnte die Militärversicherung (MV) eine gute Jahresergebnis erzielen und das trotz der Corona-Pandemie.

«Die Zusammenarbeit mit der Armee, dem Zivildienst und dem Zivilschutz hat sich auch während der Coronavirus-Pandemie bewährt», sagt Stefan A. Dettwiler, Leiter der Militärversicherung. «Die Auswirkungen der Teilmobilmachung und der Assistenzdienste der Armee und dem Zivildienst lassen sich derzeit noch nicht vollends abschätzen, die Fallzahlen sind bisher aber auf Vorjahresniveau geblieben». Dank der Digitalisierung des gesamten Betriebes konnte die Schadenabwicklung der Covid-19-Fälle gut gemeistert werden.
Die Militärversicherung versichert Personen, die im Rahmen von Sicherheits- und Friedensdiensten des Bundes Einsätze leisten – darunter hauptsächlich Milizangehörige von Armee, Zivildienst und Zivilschutz. Seit 2005 führt die Suva die MV im Auftrag des Bundes.

Mehr Krankheiten als Unfälle
Wie die Suva in einer Medienmitteilung schreibt, handle es sich bei den neu registrierten Versicherungsfällen der Milizsoldaten um rund 14 200 Krankheitsfälle und 6 600 Unfälle.
Bezüglich der Unfälle zeigt die Statistik, dass Frakturen im Gesichtsbereich (hauptsächlich Zahnfrakturen) bei den Soldaten am häufigsten vorkamen. Weiter fallen Verstauchungen, Zerrungen, Bänder- oder Sehnenrisse im Bereich des Knies sowie von Unterschenkel und Knöchel stark ins Gewicht. Bei 21 Prozent aller Unfälle von Milizangehörigen der Armee handelt es sich um Sportunfälle. Von diesen ereignen sich die meisten während der Ausübung einer Mannschaftssportart sowie bei der Leichtathletik und dem militärischen Sporttest. Stolper- und Sturzunfälle bildeten mit gut 17 Prozent die zweitgrösste Unfallgruppe.

Gutes Geschäftsjahr 2019
Die Versicherungsleistungen der MV beliefen sich auf 177,7 Mio. Franken, was gegenüber dem Vorjahr mit 175,1 Mio. Franken einer leichten Zunahme von 1,5 Prozent entspricht. Ein grosser Teil der Versicherungsleistungen wurde mit rund 45 Prozent in Form von Renten ausgerichtet. Diese betrugen mit 80,2 Mio. Franken 1,2 Mio. Franken weniger als im Vorjahr. Grund dafür ist die stetig abnehmende Zahl der Rentenbezüger. «Gut 45 Prozent der Rentenbezüger sind über 70 Jahre, rund 16 Prozent gar über 80 Jahre alt», hält Stefan A. Dettwiler fest. «Die Zahl der Todesfälle von Rentenbezügern übertrifft deshalb die Anzahl der Neufestsetzungen von Renten deutlich. Zudem unterstützt die Militärversicherung die Reintegration ins Erwerbsleben und kann so auch die Zahl der neuen Renten reduzieren.» (pd.)