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Mit Pavillons gegen Platzmangel

Erstellt von Pia Meier |
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Sie sollen überall auf Wiesen gebaut werden: Um den kurzfristig anfallenden Bedarf an Schulraum zu decken, will die Stadt auf verschiedenen Schulanlagen weitere Züri-Modular-Pavillons und ein Containerprovisorium aufstellen.

Allenmoos in Unterstrass steht seit 2018 ein dreistöckiger Pavillon. Dies wurde damit begründet, dass als Folge der grossen Bautätigkeit in diesem Gebiet in den nächsten Jahren die Zahl der Schülerinnen und Schüler stark ansteigen wird. Bis zu 20 Jahre lang könnte der neue Pavillon stehenbleiben. Dies sorgte nicht nur für Diskussionen zwischen Lehrern und städtischen Dienstabteilungen, sondern auch bei den Eltern.

In der Zwischenzeit hat man sich auf Anpassungen geeinigt. Bereits damals wurde bezweifelt, dass dieser Pavillon eine langfristige Lösung ist, denn die Bautätigkeit im Quartier geht weiter.

Bedarf zieht schneller an

Nun soll im Schuljahr 2022/2023 auf der Wiese vor dem Betreuungspavillon ein zweistöckiger Container hingestellt werden. Im Sommer 2024 wird die neue Schulanlage Guggach bereit sein. Doch warum ist trotzdem ein Provisorium notwendig? «Die Wohnbauprojekte waren uns durchaus bekannt», hält Immobilien Zürich auf Anfrage fest. «Allerdings hat sich erst vor zwei Jahren verdeutlicht, dass der Bedarf schneller anzieht als erwartet.» Deshalb sei nun ein temporäres Raumangebot vor Bezug der neuen Schulanlage Guggach erforderlich. Immobilien Zürich weist zudem darauf hin, dass ein Provisorium direkt auf dem Guggach-Areal aus baulogistischen Gründen nicht möglich sei und dass keine Mietlösungen gefunden werden konnten. «Wenn die Schulanlage Guggach bezogen werden kann, wird das Containerprovisorium wieder abgebaut», versichert Immobilien Zürich. Man sei überzeugt, dass mit dieser Lösung am wenigsten Eingriffe in die Umgebung verbunden seien. Das Containerprovisorium bietet Platz für vier Klassenzimmer inklusive Nebenräume.

Aber nicht nur im Allenmoos braucht es mehr Schulraum. Um den kurzfristig anfallenden Bedarf an Schulraum so rasch wie möglich zu decken, sind in der ganzen Stadt auf sechs Schulanlagen insgesamt sieben zusätzliche Pavillons und eine temporäre Sporthalle geplant. Im Verteilgebiet des «Züriberg» und des «Zürich Nord» sind dies: Ahorn und Leutschenbach in Schwamendingen, Lachenzelg in Höngg und Waidhalde in Wipkingen.

In allen Fällen werden die Pavillons auf Spielwiesen beziehungsweise an ­deren Rand platziert. Immobilien Zürich versichert, dass die Spielwiesen nutzbar bleiben. Der Stadtrat beantragt dem ­Gemeinderat insgesamt 30,587 Millionen Franken für die Erstellung aller Pavillons.

Pavillon entsteht auf Spielwiese

Nicht inbegriffen in diesem Betrag ist ­neben dem Containerprovisorium im Allenmoos der Pavillon auf der Schul­anlage Riedenhalden in Affoltern. Dieser wird im 2022 von der provisorischen Schulanlage Ruggächer dorthin verschoben. Für die notwendige Erweiterung der Schule Riedenhalden wurden verschiedene Varianten untersucht, wie Immobilien Zürich versichert. Die Aufstockung des vorhandenen zweistöckigen Pavillons wurde geprüft und verworfen. Die bevorzugte Variante ist der Neubau eines dreigeschossigen Pavillons auf der Spielwiese. Ein bestehender Spielplatz muss hierfür an einen anderen Standort versetzt werden.