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Voller Einsatz für «Kids save lives»

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Die Sekundarschüler aus Küsnacht haben sich Reanimationskompetenzen angeeignet und Geld gesammelt. Die Kiwanis haben sie dabei unterstützt. Zusammen ist man nun gerüstet für den Ernstfall.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, galt unlängst auch für die Aktion «Kids save lives», welche die Sekundarschule Küsnacht zusammen mit dem Kiwanis Club Küsnacht (KCK) Anfang dieses Monats durchgeführt hat. Die in Form eines Sponsorenlaufs gestaltete Benefiz-Veranstaltung fand auf der Sportanlage Heslibach in Küsnacht statt.

Im WHO-Pilotprojekt des Universitätsspitals Zürich erlernen Schulkinder Reanimationskompetenzen, um in der Lage zu sein, als ErsthelferInnen bei einem plötzlichen Herzkreislaufstillstand rasch einzugreifen. Sofortige Hilfe ist für eine betroffene Person in einem solchen Moment essenziell. Drei bis fünf Minuten nach einem Herzkreislaufstillstand ist das Gehirn dauerhaft geschädigt. Die professionellen Rettungsdienste kommen in der Regel zu spät auf den Platz.
Den grössten Einfluss auf das Überleben mit guten gesundheitlichen Perspektiven haben daher die ErsthelferInnen, neudeutsch auch First Responder genannt. Laut internationalen Studien liesse sich die Überlebensrate durch eine breite Basis an Ersthelfern um das Zwei- bis Dreifache steigern. Diese Basis lässt sich allerdings nur schaffen, wenn Reanimationskompetenzen frühzeitig im Zyklus des lebenslangen Lernens vermittelt werden.
Um die Ausbildung aller Küsnachter Sekundar-Schülerinnen und -schüler sowie der Lehr- und Hilfspersonen durch die Universität Zürich zu finanzieren, sind 12 000 Franken nötig. Diese Summe ist nun gesichert. Einerseits durch die Sponsoren, welche die laufenden Schülerinnen und Schüler über einen von der zurückgelegten Strecke abhängigen finanziellen Beitrag unterstützt haben. Andererseits durch den Betrag von 6000 Franken, welcher der Kiwanis Club gespendet hat, um die Differenz zwischen den Sponsorenbeiträgen und der Zielsumme zu decken.

In der Vergangenheit haben KCK-interne Sponsorenläufe, bei denen die Kiwanis-Mitglieder jeweils selbst die Joggingschuhe geschnürt haben, schon für die Unicef (Projekt Eliminate) und für die Stiftung Wunderlampe hohe vierstellige Beträge generiert. (e.)