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Zürich ausgebremst: "Wir sind enttäuscht."

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Gent hat Zürich ausgestochen. Der weltweit bekannteste Velo-Kongress findet 2024 nicht in Zürich statt. Die Stadt Zürich zeigt sich auf Anfrage enttäuscht über das Njet.

Die Velo-City-Konferenz mit Vertreterinnen und Vertretern aus der ganzen Welt findet im Juni 2024 im belgischen Gent statt. Damit geht die Stadt Zürich leer aus. Sie hatte sich ebenfalls beworben und neben ihren Bemühungen für eine bessere Velostruktur auch die Organisation der Rad-Weltmeisterschaften im gleichen Jahr als Synergieinstrument hervorgehoben.

Evelyne Richiger von der Stadt Zürich sagte auf Anfrage, man sei durchaus enttäuscht. «Wir waren in der Endausscheidung mit zwei weiteren Städten. Zwei Tage lang besichtigte eine Delegation die Lokalitäten und die Angebote in Zürich und sprach mit Experten und Expertinnen aus der Verwaltung sowie Velo-Verbänden». Zudem habe man auf mögliche thematische Verbindungen mit der ebenfalls von der Stadt (zusammen mit dem Kanton) organisierten Rad-WM hingewiesen. Schlussendlich überzeugte laut Richiger Gent darum, weil man dort punkto Veloförderung weiter sei.

Der Gemeinderat hatte für die Durchführung der Konferenz mit über 1500 Teilnehmenden einen Objektkredit von drei Millionen Franken bewilligt. Da dieser Kredit nun nicht benötigt wird, beantragt der Stadtrat dessen Aufhebung. Einen finanziellen Schlag bedeutet die Absage hingegen fürs Kongresshaus am See. Geplant war, dass der Mega-Anlass hier stattgefunden hätte.

Die Velo-City wird jährlich durchgeführt, heuer vom 14. bis 17. Juni in Ljubljana in Slovenien, 2023 in Leipzig, 2024 nun also in Gent in Belgien, nicht in Zürich. (ls. /Foto: zvg.)