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Zurück zu einer auch schon älteren Idee

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Die Stadt Zürich will den umweltschonenden Recyclingbecher forcieren, ist aber selber – etwa im Letzigrund-Stadion – noch nicht so weit.

Ausgerechnet im Letzigrund-Stadion organisierte die Stadt Zürich vergangene Woche ein Forum für Mehrweggeschirr. Ausgerechnet Letzigrund darum, weil dort vor zwei Jahren neue Regeln in Kraft traten. So wurden nicht nur Bier und Bratwürste teurer. Umgestellt wurde von den kultigen Recyclingbechern auf Einweg-Plastikbecher. Die vorherigen, durchaus beliebten Mehrwegbecher wurden abgeschafft, weil die Reinigung zu energieintensiv war. Doch jetzt soll alles besser werden. «Wiederverwenden statt wegwerfen», lautete das Motto des Forums. Die Stadt Zürich will künftig die Abfallmengen an grossen Veranstaltungen verkleinern. Der Weg dazu: Häufiger das gleiche Geschirr verwenden und damit die Umwelt schonen.

Becher gibt es nur gegen Pfand
Dabei gibt es schon einige Vorbilder: Die Pride-Parade in Zürich und das St.-Galler-Fest haben es vorgemacht. Sie sagten dem Einwegbecher den Kampf an und haben Einwegbecher schon länger ersetzt durch einen Becher, der wiederverwendet wird. Sie geben Becher nur gegen ein Pfand heraus. Dank dem Pfand (mindestens zwei Franken) soll der Konsument motiviert werden, den Becher zurückzubringen – wenn er denn nicht zu hohen Sammlerwert hat. Der Becher wird dann gereinigt und kann bis zu 200 Mal wiederverwendet werden.
Richard Wolff (AL), Vorsteher des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements Zürich, ist überzeugt von dem Konzept. So müssten an Festivals dank Mehrweggeschirr weniger Abfall eingesammelt und weniger Arbeitsstunden aufgewendet werden. Weil Recyclingsbecher aber vorderhand freiwillig sind, scheint der Erfolg noch offen. Im Stadion Letzigrund bleiben vorläufig Einwegbecher die Regel, wenn denn ein Event stattfinden würde. «Die Arbeiten mit dem Ziel, die Lösung mit der besten Ökobilanz – unter Berücksichtigung der spezifischen Bedingungen im Letzigrund – zu finden, konnten noch nicht abgeschlossen werden», so das Sportamt. (ls./ Foto: ls.)