
Thomas Hoffmann
Im Verteilgebiet von «Zürich West» befanden sich lange die 3 letzten der insgesamt 25 Quartiervereine, die keine Homepage führten. Das haben Albisrieden und der Kreis 5 im vergangenen Frühling geändert. Und nun sind mit dem «Triemli» alle Vereine im Internet anzutreffen. «Lieber langsam, dafür aber etwas Rechtes», sagt Quartiervereinspräsident Max Kurzen. Man habe die Homepage schon lange geplant, «die Stadt hat keinen Druck aufgesetzt».
Einrichten liess man sie von einer Profifirma, à jour halten will man sie selbst. Obwohl der Verein die Homepage zu einem relativ günstigen Preis erhalten habe, hätten die Ausgaben ein Loch in die Kasse gerissen. «Aber das muss man in Kauf nehmen.» Dass man mit dem Internetauftritt Geld einsparen kann, glaubt Kurzen nicht: «Wir haben relativ viele ältere Mitglieder ohne Computer, da müssen wir den Versand für Anlässe weiterhin per Post durchführen.» Als grossen Pluspunkt sieht der Präsident die Möglichkeit, nun Junge auf den Quartierverein aufmerksam zu machen.
Bisher nur Mitglieder informiert
Gemäss Jolanda Attinger, die neu als Beisitzerin im Vorstand wirkt und sich um die Homepage kümmert, gab es bislang kaum Echos: «Man meldete Rechtschreibefehler oder wünschte, dass die Fotos auf der Einstiegsseite weniger rasch wechseln.» Ausser den neuen Mitgliedschaften habe es fast keine Reaktionen gegeben, sagt auch Max Kurzen. Das überrascht nicht: Der Quartierverein hat bisher nur seine Mitglieder auf die Internetseite hingewiesen.
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Pia Meier
Viele Anwohner und Erholungssuchende fragen sich, wie lange es noch dauert, bis die Bäume im Oerliker Park sichtbar wachsen. Vor allem die Paulownia (Blauglocken)-Bäume in der Nähe des Turms hinterlassen einen serbelnden Eindruck. Diese Bäume aus China wurden in der Stadt Zürich schon an verschiedenen Orten gepflanzt und wachsen dort problemlos. Sie lieben warme Standorte. Was sie aber nicht gern haben, ist, wenn die Wurzeln im Wasser stehen. Und dies ist im Oerliker Park – er befindet sich in einem ehemaligen Sumpfgebiet – der Fall.
Grundwasserspiegel gestiegen
Die Landschaftsarchitekten Zulauf, Seippel und Schweingruber haben zusammen mit den Architekten Sabina Hubacher und Christoph Haerle den Studienauftrag für den Oerliker Park 1997 gewonnen. Ihr Baumkonzept sah vor, dass verschiedene Bäume im Oerliker Park gepflanzt werden. Die Landschaftsarchitekten entschieden sich für Eschen mit Feldern von Kirschen, Amberbäumen, Paulownia und Birken. Diese sollten zu verschiedenen Jahreszeiten besondere Akzente schaffen. «Zum damaligen Zeitpunkt war es nicht voraussehbar, dass es infolge der Altlastenabdichtung und der Neubauten in der Umgebung zu Störungen im Grundwasserspiegel kommt», erläutert René Lagler von Grün Stadt Zürich. «Das Wasser hat sich in der Folge an verschiedenen Orten angestaut, und allgemein ist der Grundwasserspiegel gestiegen.» Grundwasserströmungen seien auch im Regina-Kägi-Hof und bei der Robert-Maillart-Strasse ein Problem, so Lagler.
Im Frühling dieses Jahres werden deshalb die Paulownia-Bäume durch Urweltmammutbäume, auch Wassertannen genannt, ersetzt. «Diese Bäume werden in derselben Grösse gepflanzt – der Stammdurchmesser ist entscheidend – wie die Eschen und Birken», hält Lagler fest. Da die vorhandenen Bäume gemäss Gestaltungskonzept sowieso ausgelichtet werden müssen, werden die neuen Bäume bereits in grösseren Abständen gepflanzt. «Die Wassertannen sind etwas ungewohnte Bäume», meint Lagler. «Diese Bäume sind lebende Fossile. Sie stammen aus China und sind sommergrün, das heisst, die Nadeln fallen im Winter ab. Solche Bäume können bereits an der Robert-Maillart-Strasse gesehen werden.
Die Birken im Oerliker Park hingegen kommen gut. Ähnliche Probleme mit Bäumen gibt es gemäss Lagler in keinem anderen der neuen Pärke in diesem Quartier.
Eschenkrankheit
Die im westlichen Teil des Parks vorherrschenden Eschen – sie stammen aus allen Teilen der Schweiz – wachsen auch nicht gut. Das hat allerdings andere Gründe. «Die Eschen in der Schweiz sind generell gefährdet», erklärt Lagler. «Sie leiden an der Eschenwelke, einem Pilz.» In der Schweiz breitet sich das Eschentriebsterben seit 2007 rasant aus. Grün Stadt Zürich ist daran, die Situation zu beobachten. So wurde festgestellt, dass jene Bäume, die in der Nähe des Spielplatzes im Oerliker Oark sind, einen Wachstumsschub entwickelt haben, nachdem dort eine Hecke gepflanzt wurde. Dies wird auf verbesserte Bodenkonditionen zurückgeführt. «Mit umfassenden Bodenverbesserungen für die übrigen Eschen warten wir noch, bis wir mehr wissen über die Entwicklung des Eschentriebsterbens», hält Lagler fest.
Wie lange müssen nun die Benutzer des Parks noch warten, bis ihnen die Bäume Schatten spenden beziehungsweise bis die angestrebte Baumhalle entsteht? «Das kann man nicht sagen», so Lagler. «Ich empfehle den Quartierbewohnern, die gegenwärtige Entwicklung der Natur zu beobachten und zu geniessen.»

Lorenz Steinmann
Endlich ist klar, wie es mit dem traditionsreichen Kindergarten Tannenrauch weitergeht. «Als Ersatzlösung ist nun unmittelbar angrenzend an die Schulanlage Manegg ein zweigeschossiger Züri-Modular-Pavillon in Minergie-Standard vorgesehen», wie Marc Huber von der städtischen Immobilienverwaltung auf Anfrage mitteilt. Grund: Die Baugenossenschaft Zürich 2 baut hier neu, es entstehen 27 Wohnungen. Für einen Kindergarten hat es keinen Platz mehr. Das Gebäude von 1926 wird im April 2012 abgerissen.
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Lisa Maire
Die Rechtslage ist klar: Die Eigentümerin, die Miag Mutschler Immobilien AG, verfügt für den geplanten Umbau ihres Geschäftshauses an der Rigistrasse 60 über eine gültige Baubewilligung ohne Baumschutzauflagen. Sie darf für die Umsetzung ihres Bauvorhabens also alle Bäume auf dem Grundstück fällen, soll jedoch für Ersatzpflanzungen sorgen.
Das Bürohaus, das für acht Millionen Franken umgebaut wird, steht mitten in einem Wohnquartier mit langjährig gewachsen Gärten. Die geplanten niedrigwüchsigen Ersatzpflanzungen sind für die Bewohner des benachbarten Mehrfamilienhauses ein schlechter Trost. Sie wollen, dass wenigstens ein Teil der schönen alten Bäume, auf denen die Vögel nisten und die Eichhörnchen rumspringen, am Leben bleiben. Um diese Bäume kämpfen sie schon seit ein paar Jahren. Denn auch ein früherer Eigentümer wollte sie fällen – zugunsten eines Bauprojekts, das sich jedoch wieder zerschlug.
Als sich nun im Dezember erneut ein Kahlschlag auf dem Grundstück ankündigte, wandten sich die Nachbarn an die Stadt: Ob es denn – rechtliche Grundlage hin oder her – nicht möglich sei, im Gespräch mit der Bauherrschaft wenigstens die beiden ältesten Bäume, eine Linde und eine Buche, zu retten, wollten sie von Grün Stadt Zürich (GSZ) wissen. Sie verwiesen dabei auch auf ein «Baumschutzpostulat» des grünen Gemeinderats Ueli Nagel, das im März 2011 vom Stadtrat entgegengenommen wurde.
Unbürokratische Reaktion
GSZ-Direktor Ernst Tschannen reagierte schnell und unbürokratisch auf die Anfrage der Nachbarn: Er schaute sich die Situation vor Ort an und handelte mit dem projektleitenden Architekturbüro eine «provisorische Rettung» der beiden Laubbäume aus. Die Fichten hingegen wurden alle gefällt.
«Das heisst aber noch lange nicht, dass die Bäume auch wirklich stehen bleiben», betont die zuständige Architektin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen will. Sie könne diese Entscheidung gar nicht treffen. Das müsse die Bauherrschaft tun, und diese habe bisher wegen Ferienabwesenheit noch nicht über den Stand der Dinge informiert werden können. Es scheint zwar, dass die stehen gebliebenen Bäume die Bauarbeiten vorerst nicht behindern – laut der Architektin kommen sie jedoch «schon sehr nahe an das Haus heran». Die Nachbarn freuen sich natürlich, dass wenigstens die Linde und die Buche vorerst stehen blieben. Das zeige doch, dass man mit freundlichem, anständigem Einsatz etwas erreichen könne. Ihnen ist jedoch klar, dass sich nicht nur für, sondern auch gegen Bäume stets tausend Argumente finden lassen. Man darf gespannt sein auf die Rückkehr der Hausbesitzerin aus den Ferien.
Keine Baumschutzverordnung
Der Fall an der Rigistrasse illustriert zwei gegenläufige Realitäten rund um den Baumschutz: Einerseits gibt es eine grosse Sensibilität der Bevölkerung, wenn es um die Erhaltung grosser alter Bäume geht, andererseits gibt es keine städtische Baumschutzverordnung. Ein privater Liegenschaftsbesitzer kann also mit seinen Bäumen tun und lassen, was er will, solange sie nicht in denkmalgeschützten Gartenanlagen stehen. So komme es immer wieder vor, stellt Ueli Nagel im «Baumschutzpostulat» fest, «dass Hausbesitzer und Liegenschaftenverwaltungen störende Bäume quasi über Nacht fällen lassen, was meist zu Protesten aus der Bevölkerung führt».
Der grüne Gemeinderat findet es beschämend, dass die grösste Schweizer Stadt immer noch keine Baumschutzverordnung hat. Dies kann sich jetzt ändern: Mit der Entgegennahme von Nagels Postulats hat sich der Stadtrat verpflichtet, nach einem Weg für den rechtlichen Schutz der Bäume auf Privatgrund zu suchen. Eine solche Verordnung im Rahmen des Baureglements müsse mindestens dem Standard der anderen grossen Städte in der Schweiz entsprechen, fordert Nagel. Das hiesse: Bäume ab einem gewissen Alter oder einem gewissen Stammumfang brauchen eine Fällbewilligung.
Anja Monn probt Musical-Songs auch schon mal zu Hause auf dem Bett.Philippa Schmidt
Die 25-Jährige ist im Sommer nach einem dreijährigen Aufenthalt in New York wieder ins heimatliche Erlenbach zurückgekehrt und tritt am Freitagabend bei der vom Kulturtreff Erlenbach organisierten Veranstaltung «Junge Talente» auf.
Zwei Jahre hat sie das HB-Studio im Big Apple besucht und sich ein Jahr mit einer Arbeitslizenz durch den Grossstadtdschungel geschlagen. In der renommierten Schule genoss sie eine Schauspiel-Ausbildung, die Gesang und Tanz und Musical Theatre beinhaltete. Gelernt hat sie ursprünglich Coiffeuse, doch Erfüllung brachte ihr dieser Beruf im Gegensatz zum Schauspielern nicht. Für den Traum, Schauspielerin und Sängerin zu werden, nimmt sie deswegen auch unregelmässige Arbeitszeiten in Kauf. Viele Sicherheiten hat eine freischaffende Schauspielerin in New York zudem nicht. «Der ganze Beruf besteht aus Zurückweisung», schildert sie ihren Arbeitsalltag, nur um dann mit einem Lachen hinzuzufügen: «Aber ich habe gelernt Spass an Castings zu haben.»
New York-Erlenbach retour
In New York war sie ständig auf Zack und flitzte mit ihrem Long Board von einem Casting Termin zum nächsten oder ging einem ihrer zahlreichen Jobs nach. New York ist teuer: Um sich über Wasser zu halten, gab sie Artistikunterricht, hütete Kinder oder war als Statistin an Filmsets präsent. Auch ein «Vocal Debut» hat sie in New York ergattert. Dass diese an der weltbekannten Metropolitan Opera – der «Met» – war, macht sie besonders stolz: In der Aufführung von Rheingold spielte sie eine Zwergengestalt, die unter dem Boden lebt. Besonders gefreut hat sie die Tatsache, dass das Stück in einem Kino in Dietlikon live übertragen wurde, sodass ihre Familie den Auftritt mitverfolgen konnte. Dass sie bei «Junge Talente» in ihrer Heimatgemeinde auftreten kann, freut Anja Monn ganz besonders. «Ich finde es toll!», schwärmt sie.
Überhaupt ist die Freude gross, wieder zu Hause in «Erlibach» zu sein, wo sie mit ihrem Bruder in einer WG lebt. Zwar ist New York für sie wie eine zweite Heimat, doch gebe es in der Metropole keine Verschnaufpause, erzählt die junge Frau mit den blitzenden braunen Augen. «Hier kann ich mich besser auf meine Stücke konzentrieren», verrät sie. Ausserdem gibt ihr die Familie, welche in Erlenbach lebt Sicherheit. Und: «In Erlenbach kennt jeder jeden», schmunzelt sie. So kennt sie auch die Erlenbacherin Carolina Hock, die ebenfalls bei «Junge Talente» auftreten und klassischen Gesang vortragen wird. Neben den beiden jungen Frauen werden mit den «Black Barons» ausserdem eine Goldküsten-Band, die sich auf Country und Rockabilly spezialisiert haben, sowie der Pianist Robert Metzger auftreten. Ihre Liebe zu Musicals entdeckte Anja Monn schon in frühen Jahren und trällerte fleissig zur «Hair»-Platte ihrer Mutter mit. Auch aus dem Hippie-Musical wird sie am morgigen Freitag mit «Show me» einen Song performen. Weitere Stücke stammen aus «My fair Lady», «Spring awakening» oder aus «Carnival». Aus Letzterem wird sie ein Lied singen, das die Figur Lizzie in dem Musical interpretiert. Lizzie, die in der Geschichte zum Zirkus geht, ist eine ihrer Lieblingsrollen. Dass es sich bei der Figur um eine 14-Jährige handelt, stört sie nicht. Mit ihrer zierlichen Statur ist sie grundsätzlich prädestiniert für jüngere Rollen.
Das Glück der Erde ...
Auch im Fernsehen wird sie bald als Teenager zu sehen sein. Die ersten Folgen der dritten Staffel von «Best Friends», in denen Anja die 17-jährige Jula spielt, sind bereits abgedreht. «Jula hat eine harte Schale, aber einen weichen Kern. Manchmal zeigt sie grosse Einfühlsamkeit und Hilfsbereitschaft, gegenüber potenziellen Konkurrentinnen aber wird sie schnell eifersüchtig und schnippisch», verrät Monn. Eine andere Seite von Jula ist ihre Tierliebe, welche dazu geführt hat, dass die Schauspielerin auch privat das Reiten für sich entdeckt hat. Ab dem 29. Februar wird die neue Staffel von «Best Friends» mit Anja Monn bei SF 1 ausgestrahlt. Eine Musical-Rolle kann sie bis jetzt noch nicht vorweisen, doch derzeit hält sie die Augen offen, denn am Broadway wird gerade «Bonnie & Clyde» aufgeführt. Wer weiss, vielleicht kommt das Stück nach Europa? Dann wäre die Rolle der Gangsterbraut die absolute Erfüllung von Anja Monns Träumen.
«Junge Talente», 27. Januar, 20 Uhr im Gutskeller, Erlengut. Karten bei der Einwohnerkontrolle, Gemeindeverwaltung Erlenbach, Tel. 044 913 88 00. Abendkasse ab 19.30 Uhr. Karten 20/10 Franken.
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